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Kangaroo Island, Adelaide, Adelaide Hills, Nullabor (Bericht 9)

Kangaroo Island ist trotz der verheerenden Buschfeuern im 2020 nach wie vor wie ein grosser natürlicher Zoo mit einer unglaublichen Tiervielfalt, die man hautnah erleben darf. In den Adelaide Hills besuchen wir Hahndorf, das vor über 150 Jahren von Deutschen gegründet wurde und wir Deutsche Kost genossen. Eine unglaublich schöne Begegnungen haben wir im Morialta Nationalpark mit einem Koala, der uns zuerst Angst einflösst und uns dann regelrecht vor die Füsse läuft. Von dieser Begegnung konnten wir dann während der über 2'000 km langen, teils langweiligen Fahrt, durch die Nullabor etwas zehren.



PENNESHAW (KANGAROO ISLAND)

Donnerstag, 24. November 2022

Fahrt: Kingston nach Cape Jervis (397 km)

Früh aufstehen und Vollgas in Richtung Jervis, wo die gebuchte Fähre um 14.00 Uhr auf uns wartet. Unser Navigerät führt uns aber im «Caco» herum. Zwar fahren wir so eine Teilstrecke auf dem Highway, jedoch machen wir damit kilometermässig einen ziemlich grossen Umweg. Wir fahren bis praktisch an Adelaide heran und danach müssen wir über die hügeligen Adelaide Hills entlang den schmalen und kurvenreichen Strassen mit teilweise knapp 40 km/h schleichen. Doof! Es reicht aber noch zum Grosseinkauf und Tanken. Gerade Tanken war wichtig, da die Benzin-Preise auf der Kangaroo Island sicherlich teurer sind, da alles mit der Fähre transportiert werden muss. Pünktlich checkte ich im Fähren-Büro ein und ich werde rückwärtsfahrend auf den Platz gelotst. Die Autofähre ist voll und die Fahrt dauert – zum Glück bei ruhiger See – knapp 45 Minuten. Ich mache mir weniger Sorgen darum, dass es uns schlecht werden könnte, also vielmehr ob die Handbremse von Donkey auch wirklich hält. Sie macht uns immer wieder Sorgen und wir müssen die Handbremse immer bis um Anschlag ziehen und trotzdem macht er manchmal noch Mucken und bewegte sich ein paar Zentimeter. Immer spannende Momente, auf die wir gerne verzichten könnten. Ich kontrolliere also die angezogene Handbremse zweimal.

Die Fähre legt in Penneshaw an, ein kleiner verschlafener Ort, wo wir auch unsere 1. Nacht auf dem kleinen Campingplatz gebucht haben. Einchecken müssen wir in einem naheliegenden Hotel und damit haben wir dann auch schon die Sightseeing-Tour des Ortes abgeschlossen. Wir machen uns einen gemütlichen Abend und schauen den WM-Fussball-Match Schweiz – Kamerun, der bei uns um 20.30 Uhr läuft. Wir können den Sieg (1:0) im Bett feiern. 😊


EMU BAY (KANGAROO ISLAND)

Freitag, 25. November 2022

Kangaroo Island ist relativ klein, nur gerade 145 km lang und 56 km breit. Ungefähr ¼ der Insel ist durch den Flinders Nationalpark besonders geschützt. Die Insel wurde bei den verheerenden Buschfeuern 2019/20 besonders stark getroffen. Über die Hälfte der Insel ist abgebrannt und damit sind auch viele Tiere umgekommen. Unglaubliche 80 % des Koala-Bestandes hat es nicht geschafft. ☹ Eine geteerte Strasse führt einmal um die Insel herum, die alle Sehenswürdigkeiten ansteuert. Die Insel lebt vor allem von ihrer unberührten Natur und Tiervielfalt. Es gibt aber auch viele kleine Unternehmen, wie zum Beispiel Honig-Farm, Eucalyptus-Distellerie, Brauereien, Weingüter, Gin-Destillerien usw., was den Besuch der Insel noch zusätzlich aufwertet. Wir machen uns also einen Plan auf der hilfreichen Karte und markieren, was wir in den nächsten Tagen sehen möchten. Um die Cliffort Honey Farm zu erreichen, müssen wir ein paar Kilometer auf rumpligen ungeteerten Strassen fahren. Die Frau vom Informationszentrum meinte, die Strassen seien fast wie geteerte Strassen, also kein Problem für einen gemieteten Van. Naja, wenn man mit einem 4x4-Jeep darüber «rättert», dann ist das sicherlich kein Problem, aber mit unserem bockigen Esel, wo der Fahrersitz mehr schlecht als recht und die Beifahrerbank gar nicht gefedert ist, ist das eine ziemlich ungemütliche und sehr langsame Fahrt. Auf der Farm können wir den ligurischen Bienen zuschauen, wie sie Honig produzieren. Aufgrund der Trockenheit vor 2020 und dem danach folgenden Feuer sind die Bienen-Populationen drastisch zurück gegangen, so dass die Nachfrage nach Honig nicht gestillt werden kann. Bei der naheliegenden Eucalyptus-Farm informieren wir uns in einem kurzen deutschen Dokumentationsfilm, wie eine der einzigen Eualyptus-Distellerie Australiens Öl und daraus dann all die Salben, Seifen, Süssigkeiten usw. produziert. Auf einer schönen Terrasse verpflegen wir uns mit feinen Sandwiches und geniessen den Blick auf die Farm.

Im Hauptort Kingscote laufen wir die Shop- und Restaurant-Strasse rauf und runter, doch können wir nichts Spannendes entdecken, deshalb machen wir uns auf in die naheliegende Brauerei. Oha, genau unser Ding! Ein einfacher Wellblech-Schuppen, lange Tische auf der Rückseite des Hauses, coole Musik – einfach ein guter Vibe, wo man sich wohlfühlt. Wir entscheiden uns für die Degustations-Auswahl, wo wir vier verschiedene Biere probieren. Wir entschliessen uns zum Abendessen wieder vorbeizukommen und erhoffen, dass aufgrund des einläutenden Wochenendes dann auch mehr Leute hier ihren Feierabend verbringen. Weiter geht es zur Lavendelfarm, wo wir meinen Lieblingsduft auf uns wirken lassen. Oh schau, da hüpft noch ein kleines Känguru zwischen den Lavendelbahnen. Jöööhhh!

Das letzte Ziel ist die Emu Bay. Eine schöne Bucht mit glasklarem Wasser. Leider ist der Wind doch etwas zu kalt, um zu baden. Dafür ist es eine super Kulisse für unser Weihnachtskarten-Sujet.

Unser einfacher Campingplatz in der Nähe der Emu Bay liegt zwar gleich neben der Strasse, doch unser Platz schaut direkt gegen die schöne Natur, inkl. Moorlandschaft. Es wimmelt nur so von Vögeln.

Den Abend lassen wir bei feiner Pizza und einem Glas Bier in der Kangaroo Island Brewery ausklingen. Leider ist es nicht so lebendig, wie wir es uns gewünscht haben. Wir spielen noch das Spiel «Sackloch», wo man mit Mais gefüllte kleine Säcke auf eine angehobene Plattform mit einem Loch wirft. Der erste Sack von Papi fliegt direkt durch das Loch. Danach haben wir es nach x-versuchen nicht mehr geschafft. Meine Säcke fliegen kreuz und quer, aber kaum in Richtung Loch. Manno, schiessen habe ich voll verlernt.


WESTERN KANGAROO ISLAND

Samstag, 26. November 2022

Bereits um 10.00 Uhr möchten wir bei der Kangaroo Island Spirits, einer Gin-Destillerie einen Stopp einlegen, doch das ist zu früh, der Shop und das Restaurant sind noch geschlossen. Das Garten-Restaurant lädt uns aber zu einem Spaziergang ein, denn die vielen verschiedenen Blumen und der schöne Kräutergarten sind sehr sehenswert.

Wir diskutieren, ob wir dem Wildtierpark einen Besuch abstatten sollen. Ein Wildtierpark ist eigentlich nichts anderes als ein Zoo, einfach nur mit einheimischen Tieren. Wir sind alle nicht so Fan von Zoos … das Argument, dass dieser Wildtierpark viele vom Feuer betroffene Tiere aufnahm und versorgt hat, liess uns dann den Eintritt bezahlen. Das Tor ins Koala-Gehege ist offen, um unter Aufsicht die Koalas von nahe beobachten zu können und wir dürfen einem Koala sogar den Rücken «kräbelen». Jööööh, einfach so süss. Das Fell ist ziemlich weich, mit ein paar Rasta-Verwirbelungen. Der süsse Kerl lässt sich nicht stören und schläft weiter. In den Gehegen sind Dingos, Wombats, Echidnas, Känguru, Vögel usw. untergebracht. Manche Gehege sehen «tierfreundlich» aus, manche einfach zu klein. Es bleibt ein schaler Beigeschmack. Die Gehege sind jedoch sehr sauber und alle Tiere haben frisches Fressen erhalten.

Nun geht es in Richtung Flinders Nationalpark. Wir fahren an kilometerlangen abgebrannten Wäldern vorbei. Die abgestorbenen Bäume stehen wie ein trauriges Mahnmal in Reih und Glied. Jedoch erholt sich die Natur am Boden entlang wieder und es wachsen frische Sträucher und Bäume. Das macht Hoffnung. Der Flinders Nationalpark ist zu 97 % abgebrannt, inkl. allen Wander-Holzstegen und dem Informationszentrum. Für über 50 Millionen Dollar wird zurzeit die gesamte Infrastruktur wieder aufgebaut.

Leider ist aber der Platypus Walk noch immer geschlossen. Bei meinem letzten Besuch vor 17 Jahren haben wir in einem der kleinen Tümpeln doch tatsächlich ein Exemplar dieser scheuen Wassertierchen (sehen aus wie ein Minibiber mit flachem Schnabel) entdeckt. Dafür entdecken wir unmittelbar neben dem provisorischen Container-Informationszentrum in sehr niedriger Höhe einen Koala mit ihrem Jungen. Die beiden wechseln gerade den Baum und springen auf ca. 2 Meter Höhe von einem Ast zum anderen um dann gemütlich weiter Eukalyptus-Blätter zu schmatzen. Ich kann mich kaum davon lösen. Die Tierchen sind einfach soooooooo heeeeerzig. Wie ein kleiner Knuddelbär. Am liebsten würde ich einen nach Hause nehmen. Im Handgepäck würde er auch genügend Luft kriegen und ich könnte ja ein paar frische Eukalyptus-Äste mitnehmen und zudem verschläft der Koala ja eh bis zu 16 Stunden pro Tag und dann wären wir schon zu Hause und einen grossen Garten habe ich ja auch und … so, fertig, CONNI, ES GEHT NICHT!

Wir begeben uns zum Meer, wo wir beim Admirals Arch Seelöwen beobachten können, wie sie sich in der Sonne von der tagelangen Fischjagd erholen. Ein paar männliche Artgenossen kämpfen auch miteinander – wohl einfach zum Spass und um zu trainieren, wenn es dann mal auf Brautschau geht. Ein kleines schwimmt auf den Felsen im kleinen Naturbecken – gut beobachtet von der Mutter. Es ist ein Kommen und Gehen. Die Kolosse hieven sich über die Felskante, um dann mit ihrem wackligen Gang sich an einen sonnigen Platz zu legen. Der Admirals Arch ist ein Felsbogen, den die Natur geschaffen hat. Ein sehr fotogenes Sujet.

Der naheliegende Leuchtturm mit seiner weissen Leuchtkabine und dem roten Dach lädt uns dazu ein ein paar Fotos mit Nikolaus-Mütze zu machen.

Auch die Remarkable Rocks lassen sich sehen. Ein paar attraktive von der Natur abgeschliffene Felsbrocken, die gleich neben dem Meer stehen, als hätte sie ein Riese hier aufgetürmt. Der steife kalte Wind direkt aus der Antarktis bläst uns ins Gesicht.

Nun sind wir auf den Campingplatz gespannt, den uns Lorraine (meine Kollegin in Perth) empfohlen hat. Es soll dort nur so vor Kängurus und Koalas wimmeln. Und tatsächlich, in den hohen Eucalyptus-Bäumen tummeln sich mehrere Koalas, manche sogar mit Babys. Ausserhalb des Zauns sind auch ein paar Kängurus zu sehen, die sich gegen Abend aus ihren schattigen Quartieren bewegen. Der Campingplatz ist also ein Volltreffer – genau unser Ding! Leider ist es aber empfindlich kalt, so dass wir unseren Campingtisch und die Stühle nicht einmal auspacken. Zum Glück haben wir unsere Daunenjacken dabei und auch die in Perth gekauften Unterhemden kommen wieder zum Einsatz.


WESTERN KANGAROO ISLAND

Sonntag, 27. November 2022

Heute ist Wasch- und Bürotag – ideal bei diesem Sauwetter … also für den Bürotag, nicht fpr den Waschtag. Mami muss beim Aufhängen der Wäsche etwas zirkeln, damit der Regen die Wäsche nicht grad wieder nass macht. Am Nachmittag laufen wir rund um den Campingplatz, wo sich in einem grossen Teich vielen Wasservögel tummeln. Zudem grenzt eine Schaffarm an den Campingplatz. Die Schafe teilen ihre Fläche mit Wildgänsen. Ohh, da sind noch ein paar Känguru – eines sogar ziemlich gross. Uff, mit diesem Känguru möchte ich lieber keinen Boxkampf ausfechten … ich hätte keine Chance. Natürlich sehen wir auch noch etliche Koalas, die es sich in den Astvergabelungen gemütlich gemacht haben und vor sich hindösen.

Am Abend beim Gang zur Küche, um den Abwasch zu besorgen, sehen wir noch eine Koala-Mutter mit ihrem kleinen, wie sie den Baum wechseln. Koalas auf dem Boden sieht man sehr selten, da sie dies möglichst zu vermeiden versuchen. Vor allem die Kleinen sind dann eher der Gefahr von Greifvögeln ausgesetzt.


PENNESHAW (KANGAROO ISLAND)

Montag, 28. November

Nach einem letzten Rundgang, um nach Koalas Ausschau zu halten (ich war erfolgreich!), ziehen wir weiter entlang dem südlichen Teil der Insel. Die schöne halbmondförmige Vivonne Bay gefällt uns. Das Meer ist ziemlich rau und eine Welle erfasst sogar meinen Turnschuh … der ist nun nass. ☹

Für die Little Sahara montiere ich eh die Wanderschuhe. So grosse Sanddünen im Innern der Insel haben wir nicht erwartet. Ein kleiner Kiosk vermietet Sandboards und Sandschlitten. Ich entschliesse mich für den Sandschlitten und ab gehts auf die Düne. Öhm, das sieht aber schon etwas abenteuerlich aus von so einer grossen Düne herunter zu schlitteln, ohne dass man gross steuern kann. Meine ersten Versuche unternehme ich auf der Rückseite der Düne, die nicht so steil und hoch ist. Die Schlittenfahrt endet in mehreren Pirouetten und dann im Sand. Dann habe ich den Trick draussen – man muss sich auf dem Schlitten möglichst kompakt hinsetzen, so ist das Gewicht gut zentriert und wenn es einem dreht, muss man immer Gegengewicht geben, damit sich der Schlitten nicht verkantet. Und ab geht die Post von der grossen Düne. Was für ein Gaudi! MaPa packt es dann auch und sie haben das gut und vor allem unfallfrei gemeistert. Zurück beim Kiosk muss ich mich vom ganzen Sand, der auch in der Unterhose knirscht, befreien. 😊

Bei der Seal Bay konnten wir noch einmal Seelöwen, jedoch eine andere Art als beim Adniral Arch, beobachten, wie sie nach drei Tagen und drei Nächten auf der Jagd völlig erschöpft auf dem Strand sich erholen. Die Jungtiere warten jeweils sehnsüchtig auf ihre Mütter, damit auch sie ihren Hunger mittels Säugen stillen können.

Zuletzt statten wir dem Weingut «The Islander Estate Vinyard» noch einen Besuch ab, wo wir feinen Wein degustieren und uns mit zwei Flaschen eindecken. Die sehr nette Dame klärt uns über die Weinsorten auf und erzählte zudem, dass sie einmal in Europa war, und zwar in Frankreich. Mit dem Fahrrad machte sie sich, zusammen mit ihrem Ehemann, auf im Loiretal die Weingüter zu besuchen. Das hört sich sehr spannend an.

Nun fahren wir wieder zurück nach Penneshaw, wo wir am nächsten Morgen früh mit der Fähre wieder aufs Festland setzen möchten.


ADELAIDE

Dienstag, 29. November 2022

Fahrt: Cape Jervis nach Adelaide (157 km)

Um 07.30 Uhr müssen wir uns einreihen, um auf die Fähre zu gelangen. Auch diesmal wieder rückwärts, direkt neben zwei Schaf-Transporter. Ein Roadtrain hat über 1'500 Schafe geladen. Es ist spannend zu sehen, wie die Transporter – auch rückwärts – auf die Fähre zirkeln und Zentimeter-Arbeit leisten.

Im McLaren Valley, dem Weingebiet südlich von Adelaide, besuchen wir zwei Weingebiete. Zuerst das von Richard Hamilton. Die Einfahrt zum Weingebäude ist imposant von roten Rosenstöcken gesäumt. Das moderne Gebäude vom Weingut D’Arenberg passt irgendwie nicht so richtig in den Rebberg. In den unteren zwei Stöcken ist skurrile Kunst, u.a. vom spanischen Künstler Salvador Dali, austgestellt. Im 3. Stock ein Gourmet-Restaurant und im obersten Stock die Bar, wo man Wein degustieren kann. Es geht zu und her wie an einem Laufband. Ein Somalier bediente gleich mehrere Gruppen. Der Wein ist jetzt nicht gerade weltbewegend, aber anscheinend macht es vor allem die Verpackung aus und es wurde rege Wein inkl. Versand bestellt. Wir decken uns mit den üblichen zwei Flaschen ein.

Eigentlich war unser Tagesziel Hahndorf, ein Ort vor den Toren Adelaides, doch ultra-kurzfristig entscheiden wir uns, zuerst ein paar Tage in der Grossstadt (1.3 Mio Einwohner) zu verbringen. Ich schaue online kurz nach, ob es beim zentrumsnahen Campingplatz noch ein Plätzchen für uns gibt. Ja, gibt es. Buchen und Navigerät neu einstellen.

Der Campingplatz befindet sich auf dem Messegelände. Der Infrastruktur ist ziemlich neu, die Bushaltestelle direkt neben dem Platz und die Platzverhältnisse grosszügig. Perfekt!


ADELAIDE

Mittwoch, 30. November

Der Buschauffeur macht uns darauf aufmerksam, dass wir in einem Kiosk eine aufladbare Karte kaufen müssen, denn im Bus selber und auch bei der Haltestelle kann man keine Fahrkarten kaufen. Hmm, was nun? Weit und breit kein Kiosk. Er fragt uns, ob wir Touristen seien und meint dann, wir sollen einsteigen und in der Stadt dann eine Karte kaufen. Very nice, thanks!

Als erstes machen wir uns auf zum Markt und erhoffen uns ein ähnliches Erlebnis wie in Melbourne. Wir sind jedoch etwas enttäuscht. Es gibt zwar eine grosse Markthalle mit vielen frischen Lebensmitteln, doch der Markt ist eher klein und das Angebot schmal. Wir schlendern etwas in der Fussgängerzone und zum Mittagessen gönnen wir uns Sushi. Wobei «gönnen» kann man dem nicht sagen, denn Sushi ist im Gegensatz zur Schweiz sehr erschwinglich und kostet kaum 1/3 wie zu Hause. Mhhhh, sehr fein!

Da wir Zeit zum totschlagen haben geht es noch in die Verschönerungsrunde: Augenbrauen zupfen (ui, da wuchs schon fast ein Urwald), Coiffure (der Silberstreifen ist verschwunden) und Pedicure (die Füsse strahlen wieder!). Papi wird es dann «zu bunt» und er läuft nach Hause (Ja, er findet den Campingplatz, jedoch mit einem grossen Umweg! 😊). Wir Frauen fahren mit dem Bus zurück und zusammen geniessen wir später die Schafskoteletten (war mehr Knochen als Fleisch).


ADELAIDE

Donnerstag, 1. Dezember 2022

Heute geht es noch einmal in die City. In der Fussgängerzone hören wir länger einem Didgeridoo-Spieler zu. Auch wenn man das Didgeridoo sehr eng mit Australien und den Ureinwohnern in Verbindung bringt, hört man es doch sehr selten (ist wohl ähnlich mit dem Alphorn … wann haben wir zuletzt eines gehört?). Mami ersteht eine CD. Während Mami noch einmal zur Pedicure muss (der Nagellack löste sich bei einem Zeh), schlenderen Papi und ich herum und plötzlich höre ich eine bekannte Melodie … von wem ist die Musik nur noch? «Ewigi Liäbi, das wünsch …». Hä? Von wo kommt diese Musik? Aha, eine Strassenmusikerin sitzt da hinter ihrem Keyboard und singt das bekannte Schweizer Lied. Als sie fertig gesungen hat, sprechen wir sie an. Ja, sie sei Schweizerin und verbringt jeweils den Winter in Adelaide. Sie ist Lehrerin und findet so in der Schweiz immer wieder rasch eine Stellvertretungsstelle. Wow, das ist das perfekte Leben! Cool!

Nachdem wir Mami wieder aufgegabelt haben (sie dachte schon, wir hätten sie vergessen), geht es ab an den Glenelg-Strand. Beim Hafen machen wir es uns auf der Terrasse in einem Restaurant gemütlich und lassen uns die warme Sonne auf den Pelz scheinen.

Ich komme heute nicht so richtig in die Gänge und fühle mich etwas schlapp. Wahrscheinlich habe ich zu viele Gluten erwischt, die ich seit einigen Jahren nicht mehr wirklich vertrage (ja, das Leben wird mit dem Alter komplizierter 😉). Um meine Energie wieder auf Vordermann oder eher auf Vorderfrau zu bringen, gibt es zum Abendessen ein grossen Stück Fleisch – gebraten vom Grillmeister Mike.


HAHNDORF (ADELAIDE HILLS)

Freitag, 2. Dezember 2022

Fahrt: Adelaide nach Hahndorf (67 km)

Bevor wir aus der Stadt fahren, gehen wir im Büro des Campingplatzes noch die Weinflasche abholen, die man geschenkt erhält, wenn man drei Nächte bleibt. Der Wein kommt aus Western Australia! Hä? Wir sind in South Australia, umgeben von mindestens drei Weinregionen (Barossa Valley, Clare Valley, McLaren Valley) und wir kriegen West Australischen Wein geschenkt? Okay, einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul und ich bedanke mich natürlich artig dafür.

Auf der Fahrt aus der Stadt fahren wir das erste Mal nach ca. 14'000 km durch einen Tunnel! Eine Sensation, die es zu erwähnen gilt.

Wir fahren durch die pitoresken Adelaide Hills. Im Mini-Ort Verdun machen wir einen Halt für Kaffee und Kuchen. Im schönen Ort Woodside mit vielen alten Gebäuden schlenderen wir der Hauptstrasse entlang und bewunderen die Schaufenster (naja, manchmal zieht es Mami und mich regelrecht in die Läden … 😊. Ehrlich, wir können nichts dafür!). Im Käse- und Schokoladen-Laden decken wir uns mit feinen Gourmet-Sachen ein. Im Ort Lobethal machen wir einen Mittagshalt im «Bierhaus Lobethal». Der Ort wurde von deutschen Auswanderern gegründet, deshalb auch der deutsche Name.

Hahndorf wurde 1839 von Deutschen gegründet und lebt heute hauptsächlich vom Tourismus, da das Dorf mit vielen alten Gebäuden erhalten blieb und nun Touristen aus nah und fern anzieht. Auf dem Campingplatz, der sich etwas ausserhalb befindet, fühlen wir uns sofort wohl. Endlich lassen es die Temperaturen wieder mal zu, dass wir den Pool benützen können. Am Pool lernen wir ein älteres Ehepaar aus Adelaide kennen. Es stellt sich heraus, dass Marianna deutsche Vorfahren hat und sogar noch ein paar Brocken deutsch spricht, so dass sich MaPa mit ihr unterhalten können.

Nach Hahndorf können wir entlang der Hauptstrasse unter den schattenspenden Bäumen laufen. In einem Vorgarten entdecken wir einen kleinen Wildhasen. Die Strasse ist gesäumt von Restaurants und kleinen Läden, die jedoch bereits – zur Freude von Papi - um 17.00 Uhr schliessen. Auch hat es erstaunlich wenige Leute unterwegs … immerhin ist Freitag. Komisch. Im Restaurant «Haus» geniessen wir ein «währschaftes» deutsches Essen mit Wurst und Kartoffelstock. Das war sehr fein, aber noch besser war der Schokoladenkuchen zum Dessert.


HAHNDORF (ADELAIDE HILLS)

Samstag, 3. Dezember 2022

Heute gehen wir es gemütlich an. Etwas Büroarbeit erledigen, dann im Pool abkühlen, wo wir wieder auf das nette Paar stossen. Diesmal sind ihre Kinder und Grosskinder dabei, die hier gemeinsam Weihnachten feiern. Zudem finden auf dem Gelände des Campingplatzes zwei Hochzeiten statt. Eine Openair-Hochzeitszeremonie findet so richtig romantisch vor dem Weiher statt, die Gäste sitzen auf weissen Stühlen, das Hochzeitspaar umrahmt von einem blumengeschmückten Bogen.

Zum Abendessen begeben wir uns wieder ins Dorf. Doch unterwegs halten wir in der Gin Distellerie Ambleside für einen Apéro auf der Terrasse mit Blick in die schöne Natur. Das Abendessen geniessen wir diesmal beim Italiener Gepetto’s. Auch wieder sehr fein und auch am Samstagabend nach wie vor wenige Leute unterwegs. Wann ist denn hier Hochsaison, fragen wir uns? Zum Dessert gibt es auf vielseitigen Wunsch (ich!) den Schokoladenkuchen vom Restaurant «Haus».


BELAIR (ADELAIDE HILLS)

Sonntag, 4. Dezember 2022

Fahrt: Hahndorf nach Belair (44 km)

Etwas ausser halb von Hahndorf befindet sich die Familyfarm Beerenberg. In der sechsten Generation werden hier vor allem Erdbeeren angepflanzt und verarbeitet. Da gerade Erdbeersaison ist, lassen wir uns das natürlich nicht entgehen. Auf einem Feld darf sogar selber gepflückt werden. Die beiden Körbchen sind rasch voll, da die Erdbeeren riesig sind. Sie sind aber nicht nur aussergewöhnlich gross, sondern schmecken auch richtig süss und saftig. Das Kilo kostet AUD 12.- (ca. CHF 8.-). Wir schaffen es auf über drei Kilo. Die sind dann auch innert drei Tagen verputzt.

Wir fahren durch die Adelaide Hills Richtung Norden, denn wir müssen uns langsam an den Gedanken gewöhnen, dass wir uns nach Western Australia bewegen müssen, da das Ende der Campingzeit in grossen Schritten naht. Ich habe gelesen, dass es im Belair Nationalpark (vor den Toren von Adelaide) Koalas zu sichten gibt. Diese – wahrscheinlich letzte Chance auf die Knuddeltiere – möchte ich mir nicht entgehen lassen. Auf unserer Wanderung wurden wir sowas von belohnt. Wir entdecken hoch in den Bäumen einige schlafenden Koalas. Juhui! Leider sind sie alle etwas hoch oben, so dass man die Details nur mit unserem Fernglas sehen kann. Dann bewegt sich plötzlich 100 m vor uns auf dem Wanderweg etwas. Ein einzelner Emu stolziert herum. Wir schleichen uns etwas näher heran und plötzlich entdecken wir eine ganze Herde Emus im Dickicht. Das haben wir nicht erwartet. Die Emus bewegen sich normalerweise auf offenem Gelände. Manchmal können wir nur die Hälse und Köpfe im Dickicht ausmachen. Wir beobachten die Federviecher eine Weile, bis sie kaum mehr zu sehen sind. Am Schluss der Wanderung müssen wir noch durch einen dunklen, engen, ca. 100 m langen uralten Tunnel, der unter den Bahngeleisen durchführt. Uhhh, gruselig!

Der Campingplatz befindet sich gleich angrenzend zum Nationalpark und Mami hatte endlich das Glück einen farbigen Papagei zu fotografieren, der sich auf das Eingangsschild gesetzt hat.

Beim Grillieren hoppelt plötzlich noch ein Känguru ganz nah an unserem Platz vorbei.

Als Mami und ich uns nach dem Eindunkeln auf die Toilette machen, entdecken wir noch ein Opossum, das grad auf einen Baum klettert.


HUMMOCKS STATION SNOWTON

Montag, 5. Dezember 2022

Fahrt: Belair nach Snowton (178 km)

Ein Camping-Gast in Adelaide empfahl uns den Morialta Nationalpark, der sich auch in unmittelbarer Stadtnähe befindet. Der Wanderweg ist sehr gut ausgebaut, jedoch muss man sich vor allem auf den ersten paar Kilometern konzentrieren, denn ein Fehltritt könnte zum Verhängnis werden, da der Weg sich in steilem Gelände befindet. Also können wir nicht nach Koalas Ausschau halten. Um zu einem Wasserfall zu gelangen, muss man durch ein kleines mit farbigen Wildblumen bewachsenes Tal laufen. Was für ein schöner Anblick!

Unterwegs stoppen wir für ein Picknick auf einem Bänkli mit schöner Aussicht auf das Tal mit den drei Wasserfällen. Eine ziemlich grosse Höhle fast am Schluss der Wanderung spendete etwas Schatten, bevor es dann via Treppen den Talboden herunter geht. Nun haben wir wieder sicheren Boden unter den Füssen und wir konnen uns auf die Suche nach Koalas konzentrieren. Siehe da, da sitzt einer hoch in den Wipfeln … und noch einer … Auf den letzten Metern kurz vor dem Parkplatz grunzte es etwas oberhalb … ziemlich laut. Ein Wildschwein? In einem Park so nah an der Stadtgrenze und gleich beim Besucherparkplatz? Plötzlich entdeckt Mami einen Koala auf dem Boden zwischen den Gebüschen. Hey, das ist ein Koala! War das der, der so gegrunzt hat? Ein Tourist klärt dann auf, dass die männlichen Koalas laut grunzen, um ihre Stellung in der Gruppe und ihre körperliche Stärke zu demonstrieren. Aha, dann war das schon an der Great Ocean Road ein Koala, der ganz nach beim Van war. Der ziemlich grosse Kerl wandert plötzlich zu uns, vor meine Füsse, über die Brücke und am Ende der Brücke setzt er sich hin. Er hat so einen lustigen Watschelgang und schwenkt sein Füdeli als würde er in einem grossen Windelpack stecken. Auf dem Boden frisst er Blätter und lässt sich von den filmenden und fotografierenden Menschen nicht stören. Er bleibt etwa 10 Minuten auf dem Boden, dann macht er sich auf die Suche nach einem Baum, wo er in die Höhe klettert und sich auf einer Astgabel, von wo er direkten Zugriff auf die Eukalyptus-Blätter hat, gemütlich. Was für eine fantastische letzte Begegnung mit einem Koala.

Das Filmli ist über eine Minute lang, aber ich kann dir versichern, es ist jede Sekunde wert und wird dir den Tag versüssen!

Unterwegs halten wir in Lochiel beim pinkigen Salzsee Bumbunga Lake. Witzbolde haben ein Nessie hineingestellt, so dass es aussieht, als würde dort ein Seemonster leben. Das Salz ist von ein paar Zentimeter Wasser überzogen, so dass er im Abendlicht tatsächlich rosa glitzert. Die Informationstafel informiert, dass der See oft als Hintergrund für Fotoshootings benutzt wird und tatsächlich findet gerade ein Fotoshootings mit zwei Models für ein australisches Fashion Label statt.

Auf einem kleinen Campingplatz auf einer Farm finden wir Unterschlupf. Es ist nur noch ein anderer Campervan vor Ort. Die Badzimmer befinden sich in einem blitzsauberen Container. Ein paar Kühe fressen Gras auf der Wiese. Ein idyllischer Platz. Leider weht wieder ein sehr kalter Wind, so das Abendessen in den Campervan verlegt werden muss.


CEDUNA (NULLABOR)

Dienstag, 6. Dezember 2022

Fahrt: Snowton nach Ceduna (628 km)

Das Frühstück geniessen wir bei Sonnenschein vor dem Camper. Wie immer ist Papi für das Zubereiten des Frühstücks zuständig. Das Abendessen kocht meist Mami, ab und zu auch ich. Heute ist Nikolaus-Tag. Leider ist die Schokolade verlaufen, so dass die Form kaum mehr erkennbar ist. Papi hat sich trotzdem darüber gefreut und die war dann auch innert zwei Tagen verputzt. Ich habe von MaPa drei Schokoladen-Golfbälle erhalten … absolut nicht mehr erkennbar … ein Schokoladen-Klumpen. Wir hätten die Schokolade eben doch in den Kühlschrank stellen sollen, aber eben, dann wäre es keine Überraschung mehr gewesen. Danke trotzdem, MaPa!

So, in den nächsten drei Tagen müssen wir über 2'000 km zurücklegen. Es geht durch die Nullabor. Dort ist so ziemlich nichts als eine Halbwüste und die Strecke wird nur durch Roadhäusern alle paar Hundert Kilometer unterbrochen. Hier kann man dann auch die Fotos mit den echten, aber originellen "Achtung Tiere"-Schilder machen. Achtung Kamel, Wombat, Känguru, wir kommen!

Wir halten noch kurz bei einem Delikatessen-Laden, wo Fleisch von vielen einheimischen Tieren angeboten wird (Kamel, Krokodil, Känguru). Wir entschliessen uns Känguru-Burger zu kaufen, da wir das anscheinend gesunde und rote Fleisch noch nie probiert haben.

Am Strassenrand sehen wir beim Vorbeifahren ein paar Emus und in Kimba machen wir einen Halt, um den grossen Galah und die Silo-Art zu sehen. Silo-Art sieht man vor allem in South Australia und Victoria häufig. Die riesigen Getreidesilos (dagegen sehen unsere wie Spielzeuge aus) werden von Künstlern bemalt/besprayt und ich muss sagen, die sehen echt sehenswert aus. Echte Kunst!

Wir machen einen kleinen Abstecher zum "The Bait", das ist die südlich abfallende Küste des Kontinents und ist geprägt von Kliffs und starker Brandung.

Ansonsten passiert unterwegs nicht viel. Auf dem Campingplatz in Ceduna ergattern wir den letzten Platz auf dem Campingplatz direkt am Meer. Im naheliegenden Null-Ambiente Pub (mit dem hellblauen Fliessen sieht es eher wie ein Schwimmbad-Restaurant aus) gönnen wir uns unser Feierabendbier. Dann werden die Känguru-Burgers gebrutzelt … naja, hat uns nicht gerade vom Hocker gehauen und würden wir nicht mehr kaufen.


ROADHOUSE CAIGUNA (NULLABOR)

Mittwoch, 7. Dezember 2022

Fahrt: Ceduna nach Caiguna (827 km)

Um 06.00 Uhr ist Tagwache. Wir schauen uns den WM-Match Schweiz – Portugal (Achtelfinal). Was für ein Desaster! 6:1 verloren. Uff! Dafür sind wir bereits um 08.30 Uhr auf den Strassen, denn heute steht uns die längste Etappe der gesamten Camper-Reise bevor. Unterwegs begegnet uns der Dingo-Zaun wieder, den wir auch bereits in Coober Pedy gesehen haben. Zudem überschreiten resp. überfahren wir die Grenze von South Australia nach Western Australia. Ich habe kurz vorher noch in meinem gescheiten WikiCamp-App gelesen, dass es eine Quarantäne Station gibt, denn das Einführen von frischen Früchten und Gemüsen sowie Honig, Nüsse usw. ist nicht erlaubt. Anscheinend nimmt man die Kontrollen sehr ernst und die Fahrzeuge werden überprüft. Ooookay, wir haben doch einiges an Früchten und Gemüse dabei und auch ein angefangenes Honig-Glas. Wir machen also kurz davor einen Halt und essen drei Tomaten und zwei Äpfel. Die Bohnen stecken wir ins Gefrierfach, denn anscheinend darf gefrorenes Gemüse eingeführt werden. Nun haben wir noch fünf Äpfel und den Honig. Die Äpfel gebe ich beim Roadhouse ab, der diese an sein Personal verschenken wird und den Honig müssen wir leider wegschmeissen. Papi rückt dann auch noch den Apfel heraus, den er in die Shorts gepackt hat, als ich ihm sagte, die Grenzkontrolle kontrolliert manchmal sogar mit Hunden. 😊 Und tatsächlich steigt die Grenzzöllnerin in den Van ein und lässt sich den Kühlschrank und die Food-Schublade zeigen. Alles in Ordnung und weiterbrausen. Mit dem Grenzübertritt geht auch eine weitere Zeitverschiebung einher. 2 ½ Stunden haben wir dadurch auf einen Schlag gewonnen. Wir können unseren Augen nicht trauen, aber die Handys und das Navi zeigen dieselbe Zeit an. Oookay, sehr gut … kommt uns auf unserer Monster-Etappe zugute, dass erst später Abend ist.




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