| |

Bücher bei Amazon.de
Bücher und Cds bis zu 30 % günstiger als in der Schweiz (wegen dem Bücherkartell) und erst noch Gratis-Lieferung. "The Globetrotter" steht in Partnerschaft mit Amazon.
|
|
|
|
Sri Lanka - Insel Kunterbunt (2004)
Sri Lanka ist aufgrund der kurzen Reisewege ein sehr angenehmes Reiseland. In drei, vier Stunden reist man vom Strand ins Kulturdreieck oder in die höher gelegenen Teeplantagen. Im Jahre 1998 bereiste ich Ceylon, wie die Insel vor der Unabhängigkeit hiess, bereits während 3 ½ Wochen. Die Insel gefiel mir so gut, dass ich mich für eine Rückkehr entschieden habe. Ich freue mich, dass mich meine Kollegin Corinne dabei begleitete. Lest selber, was wir als Globetrotters erlebt haben … auf der Insel "Kunterbunt".
|
|
|
Datum |
|
Reiseziel |
18.-19.03. |
|
|
19.-25.03. |
|
|
26.-27.03. |
|
|
28.-31.03. |
|
|
01.-04.04. |
|
|
05.04. |
|
|
| 06.-08.04. |
|
Kandy - Tempel, Tanzvorstellung und Elefantenwaisenhaus |
| 09.-11.04. |
|
Dambulla, Sigirya, Anuradhapura, Mihintale - eine 3-tägige Kulturreise |
| 11.-14.04. |
|
Kandy - Connis 30. Geburtstag in einem Luxushotel |
| 14.-15.04. |
|
Colombo - Verlängerung des Visas |
| 15.-17.04. |
|
Kandy - auf der Suche nach unseren Badesachen |
| 17.-18.04. |
|
Dalhousie / Adams Peak- anstrengende Pilgerwanderung |
| 18.-24.04. |
|
Haputale - Erholung in den Teeplantagen |
| 24.-28.04. |
|
Unawatuna - menschenleere Touristenmetropole |
| 28.-29.04. |
|
Colombo - unser dritter Besuch |
|
|
|
Reiseberichte |
18.-19.03. |
|
Colombo - Hauptstadt Sri Lankas
In der Empfangshalle des Flughafens erwartete mich Andy. Nach dem wir alle Taxichaffeure und hilfsbereiten (oder eben aufdringlichen) Reiseführer "abgewehrt" hatten, ging es zum Busstand. Uff, 10 Minuten mit einem (zu) schweren Rucksack bei einer Hitze von ca. 30 grad ist nicht gerade einfach. Zum Glück erwischten wir einen klimatisierten Bus, der uns in die 40 km entfernte Hauptstadt Colombo brachte, uns so konnte ich mich etwas erholen. Da es bereits Nachmittag war, wollten wir eine Nacht in Colombo verbringen, bevor es dann am nächsten Tag Richtung Süden, Richtung Strand geht. Wir entschieden uns für ein Quartier im Süden der Stadt, wo wir auch ein Hotel direkt am Meer und auch direkt an der Bahnlinie fanden. Leider fanden wir erst vorort raus, dass der Zug an dieser Haltestelle einfach vorbeirattert und wir am nächsten Tag wieder ins Zentrum an den Hauptbahnhof zurück kehren müssen. Naja, das riesige moderne klimatisierte Shoppingcenter, das wir besuchten, entschädigte uns für alles. Nach drei Monaten ohne irgendwelche Shops, wo man selber herumlaufen kann und die Artikel vom Regal nehmen kann, kommt einem das wie eine andere Welt vor. Wir machten also eine kleine Sightseeingtour im Shoppingcenter und blieben staunend vor all den Regalen stehen, die westliche Artikel präsentierten.
Ui, wir mussten früh aus den Federn … fuhren mit dem Bus zum Hauptbahnhof und dann erwischten wir den ersten Zug Richtung Mirissa.
|
| |
|
|
19.-25.03. |
|
Mirissa - Traumstrand und Familienanschluss
In der 2. Klasse (komischerweise gibt es keine 1. Klasse, dafür aber eine 3. Klasse) des uralten Ratterzuges ging es Richtung Süden. Leider erwischten wir einen Bummler (Regionalzug), so dass die Reise anstatt 3 Stunden, über 5 Stunden dauerte. Doch die Eisenbahnroute ist wohl eine der schönsten der Welt. Die Geleise führen entlang der Kuste, auf einer Seite direkte Sicht aufs Meer und die weissen, menschenleeren Sandstrände, auf der anderen Seite der Dschungel, die Flussmündungen, die sattgrünen Landstriche, durchzogen von vereinzelten einstöckigen Wohnhäusern. Auch sehen wir viele Kolonialhäuser aus der englischen Herrschaft und immer wieder Gräber, die direkt neben den Häusern platziert wurden.
Das erste Mal übers Ohr gehauen
Ein netter Herr erklärte uns, dass Mirissa zwar keinen eigenen Bahnhof hat, aber vom Nachbardorf können wir ein Tuktuk nehmen, das uns dann an unseren Zielort bringt. Okay, wir stiegen also an diesem ominösen Bahnhof aus, kein Dorf, nichts in Sicht, nur ein Tuktukfahrer und ein paar ältere Herren. Der Tuktukfahrer witterte dann auch schon sein Tagesgeschäft und schlug uns einen unglaublichen Preis für die kurze Fahrt vor. Wir lachten nur und begaben uns auf die Suche nach einem anderen Tuktukfahrer, denn der Preis war so hoch, dass wir gar nicht eben verhandelten. Der nächste Fahrer war dann 200 Rps günstiger und da wir nicht ganz genau wussten, wie lange die Fahrt wirklich dauert, schlugen wir zu. In Mirissa angekommen, erfuhren wir dann, dass auch dieser Preis um 100 % zu hoch war! Willkommen in Sri Lanka, das ist Sri Lanka! Man muss genau wissen, wieviel was kostet, um nicht übers Ohr gehauen zu werden.
Amara Guesthouse - geführt von wunderbaren Leuten
Nun, in Mirissa suchten wir eine nette Unterkunft, die wir dann in Amaras Guesthouse fanden. Das Ehepaar Amara hat im November 2003 vier neue Bungalows eröffnet und da die Häusschen nicht direkt am Strand liegen, sind die Preise auch sehr portemonnaiefreundlich, sprich ca. CH 7.- pro Nacht. Abby und Puspha, die Vermieter, sind zwei supernette Leute, wohl die hilfsbereitesten Menschen, die wir in ganz Sri Lanka kennen gelernt haben. Das Morgen- und Abendessen nahmen wir jeweils in ihrem Haus ein, an einem langen Tisch zusammen mit den anderen Gästen. Da Corinnes Geburtstag auf den 25. März fiel und wir den in Mirissa verbrachten, halfen Abby und Pushpa beim organisieren. Dazu später mehr … von Corinne.
Ein Traumstrand
Wir machten uns also gleich nach der Ankunft auf, um den Beach zu "begutachten". Wow, genau so stelle ich mir einen Traumstrand vor … halbmondform, weisser Sand, palmengesäumt, kleine Beachrestaurants … superschön! Wir genossen ein paar Tage am Strand mit Nichtstun. Am Sonntag machte ich mich dann auf den Weg nach Colombo um Corinne vom Flughafen abzuholen. Um kurz vor sechs (morgens!) fuhr der Zug von Weligama nach Colombo. Diesmal erwischte ich einen Schnellzug und am Busbahnhof fand ich einen Bus, der mich gleich zum Flughafen fuhr. Am Flughafen angekommen, zeigte die Anzeigetafel, dass der Flug von Corinne eine halbe Stunde früher landet. Cool! Und schon kommt Corinne um die Ecke … juhui, mein Besuch aus der Schweiz ist da! *Umarmung*
Reisebericht von Corinne
Sonntag, 21. März 2004 - Ankunft auf Sri Lanka
Nach einem langen Flug und Zwischenstopp in Male (Hauptstadt der Malediven) hat mich Conni bereits braungebrannt und relaxed am Flughafen erwartet! Los ging unser Abenteuer "Sri Lanka". Mit dem Bus sind wir an den Bahnhof in Colombo gefahren. Am Sonntag fahren nur 3. Klass-Wagen. So haben wir für umgerechnet 50 Rappen ein Ticket (für eine Fahrt von rund 3 Stunden) in den Süden von Sri Lanka, nach Mirissa, gelöst. Im Zug gabs frische Ananas, Mango und eine Art panierte Scampi zu kaufen. Ein Mann, dessen Unterarm gebrochen war und nur noch so herunterhing, bettelte. Es war furchtbar, vor allem hat er den Arm noch einige Zeit vor unseren Armen herunter baumeln lassen... Es fing ja schon gut an, in Hikkaduwa war bereits wieder Endstation. Es gab Probleme mit den Geleisen und so mussten wir mit dem Bus weiter. Einfacher gesagt als getan, wenn Hunderte von Reisenden mit dem Bus weiter müssen... Nach geduldigem Warten hatte es auch für uns ein Plätzchen - besser gesagt erhielten wir die Pole Position in der ersten Reihe! Die Fahrt war mörderisch (Busrennen, mit 80 km/h durch Dörfer und über Schlaglöcher... zum Glück haben die Busse alle Hupen, sonst gäbs abends noch mehr platte Hunde!) und wir waren heilfroh, als wir abends doch noch Mirissa erreicht haben. Conni hat ab und zu geschrien, was die anderen Passagiere super lustig fanden und ich habe einfach nicht mehr aus dem Fenster geguckt!
Nach der herzlichen Begrüssung von Puschba & Abbey (Besitzer vom Guesthouse) und Andy (Freund von Conni), gabs zum Nachtessen zum ersten Mal "Rice & Curry". Zum Glück gibt's auch nur weissen Reis, denn es war höllisch scharf. Da musste ich mich zuerst noch daran gewöhnen, Conni und Andy waren da schon abgehärtet! Todmüde von der langen Reise wollten wir abends schon früh ins Bett. Aber oh Schreck, wieder ein Riesentausendfüssler (siehe Reisebericht von Capo Verde) in unserem Zimmer.... Es war kauf zu fassen, wir gaben jedoch nicht auf mit suchen, bis wir diesen gefunden und zum Zimmer raus geworfen haben!
Montag, 22. März 2004 - süsses nichtstun
Frühstück um zehn mit frischen Früchten, Toast und Omelette, die Conni auch für mich jeden Morgen gegessen hat... Strand stand heute auf dem Tagesprogramm. Mirissa hat eine wunderschöne kleine Sandbucht mit Palmen. Richtig romantisch! Wir haben einfach nichts getan und haben das süsse Nichtstun genossen. Am Abend haben wir in einem kleinen Restaurant direkt am Strand gegessen.
Dienstag, 23. März 2004 - faulenzen und faulenzen
Frühstück gab es heute in einem der Strandhotels - Buffet war angesagt und sogar ein "Lizzard" (grosse Eidechse) hatte Hunger... Strand, Strand, Strand. Ich war einfach nur froh, am Anfang meiner langen Ferien nicht viel tun zu müssen. Ich war sogar fürs Lesen zu müde. Zmittag gab es wieder an einem der kleinen Strandrestaurants. Das dauert jeweils seine Zeit, doch das Essen ist wunderbar und so ist es auch bestimmt frisch gekocht. Am Abend liessen wir uns wieder von Puschba und Abbey verwöhnen. Der Tomaten-Gurken-Ananas-Salat war super fein.
Mittwoch, 24. März 2004 - warten und warten
Faulenzen zum Dritten und so ging es wieder an den Strand. Am Nachmittag hat es tatsächlich begonnen zu regnen. Aber macht gar nichts, denn unser Zmittag dauerte heute unglaubliche 2 Stunden, bis auch der letzte Salat auf dem Tisch stand. Die Singhalesen sind echt nicht die Schnellsten, können immer nur eine Sache auf einmal und vergessen die Hälfte. So ist im ganzen Land jeweils viel Geduld gefragt.
Vor dem Nachtessen sind wir zur Dagoba (weisser buddhistischer Sakralbau) in Mirissa hochgelaufen und genossen die wunderbare Aussicht und den Sonnenuntergang. Ab zum Apéro an den Strand und Nachtessen in einem der Beizli. Uff, endlich eine kühle Nacht, denn ein Gewitter zog vorbei.
Donnerstag, 25. März 2004 - Geburtstagsüberraschungen
Mein Geburtstag und Conni hat mich richtig verwöhnt! Leider war das Wetter nicht ganz so wie man es sich in Sri Lanka gewöhnt ist, so haben wir den Vormittag nicht am Strand sondern mit "herumtrödeln" verbracht. Um ein Uhr ging es los und Puschba und Abbey machten es möglich, dass wir eine Batikfabrik besuchen konnten. Apropos Kinderarbeit.... Auf jeden Fall liessen sie uns zuerst einkaufen, bevor wir die Fabrik besichtigen durften.
Zurück im Guesthouse kam gegen Abend der Ayurveda-Doktor für eine Massage. War herrlich, nur bin ich einfach viel zu kitzlig!
Puschba und Abbey haben ein wunderbares Geburtstagsessen gezaubert. Sie haben mir auch einen richtig süssen Kuchen mit kitschiger Verzierung gebacken. Erstaunlich aber es war wirklich super fein. Die Wundercherzli, die trotz ausblasen immer wieder brennen, haben den Einheimischen besonders gefallen! Wir haben gemeinsam mit den anderen Backpackers vom Guesthouse gefeiert und Conni hat sogar Wein eingekauft!
|
|
|
|
26.-27.03. |
|
Sinharaja Forest - Geführte Wanderung
(Text Corinne)
Freitag, 26. März 2004 - ein schlechter Reisestart
Genug gefaulenzt und so sind Conni und ich an diesem Tag fürs erste Abenteuer aufgebrochen. Wir wollten in den "Sinharaja Rain Forest", der von der UNESCO zum Weltnaturschutzerbe erklärt wurde. Zuerst sind wir mit dem Tuk-Tuk nach Mattara und von da aus wollten wir den Bus nach Deniyaya erwischen. Als wir endlich geglaubt haben, den richtigen Busstand gefunden zu haben, ist plötzlich ein Typ aufgetaucht, der behauptet hat, dass die Fahrt mind. 7 Stunden dauert und wir den Anschluss in Akuressa sowieso nicht erreichen werden und wir uns spätestens von dort ein Taxi nehmen müssten. Die Direktbusse (Expressbus wäre einwenig übertrieben) würden jeweils nur am Morgen verkehren. Als Conni sich im Bus bei anderen Passagieren vergewissern wollte, ob dem auch wirklich so sei, ist der Typ ausgeflippt. Er hat sie angeschrieben, dass so misstrauische Leute in Sri Lanka gar nicht herumreissen können, wenn wir den Einheimischen nicht vertrauen würden. Conni war baff. Es stellte sich aber bereits kurze Zeit später heraus, dass er uns nur wieder einmal ein Taxi verkaufen wollte, denn keine 10 Minuten später traf der Direktbus auch schon ein.
Nach einer tollen Fahrt (diese war nur noch halb so gefährlich als unser erstes Busabenteuer) trafen wir 3 Stunden später auch schon im Hotel von Pali (Regenwald-Führer) mitten im Wald ein. Unterwegs sind auch kleine Mönche (zum Teil nicht älter als 10 Jahre) eingestiegen. Unglaublich aber sogar alte und gebrechliche Leute und schwangere Frauen müssen aufstehen, um ihnen Platz zu machen.
Beim Nachtessen haben wir bereits die ersten Horrorstories über die Blutegeln gehört. Ui, was erwartet uns wohl Morgen....
Samstag, 27. März 2004 - schöne Wanderung durch den Regenwald
Zum ersten Mal mussten wir früh aufstehen und so klingelte bereits um halb acht der Wecker! Schliesslich stand ein anstrengender Tag im Regenwald auf dem Programm und so durften wir uns das Frühstück nicht entgehen lassen.
Pünktlich sind wir mit Pali unserem Führer sowie den beiden Engländern (Dean & Simon) losgefahren. Bevor es losging, mussten die Hosen in die Socken gestopft und mit Salz eingestrichen werden, damit die Hunderten von Blutegeln nicht in die Schuhe krochen. Acht Stunden ging es rauf und runter. Wir haben unzählige exotische Pflanzen und Tiere gesehen. Wir hatten sogar das Glück, den einzigen Albino-Affe des Waldes zu sehen. Zudem trafen wir ein Superman-Eichhörnchen, viele Echsen, Hunderte von Blutegeln, Spinnen, riesige Tausendfüssler, farbenprächtige Schmetterlinge, Schlangen, Vögel und Dr. Snail (Schnecke). Der Schleim dieser Schnecke enthält Morphium und wird von den Einheimischen für die 1. Hilfe gebraucht!
Unterwegs konnten wir in einem Wasserfall baden! Nach der langen Wanderung war dies sehr erfrischend...!
Auf der Autofahrt zurück zum Hotel, sahen wir wiederum die vielen Plakate und Plastikbänder, die für die Wahl des Primeministers aufgehängt wurden. Pali erklärte uns, dass für jede Wahl rund 6 Tonnen Plastik (jede Partei hat ihre Farben) gebraucht werden und anschliessend nicht entsorgt werden...
|
|
|
|
28.-31.03. |
|
Haputale - mitten in den Teeplantagen
(Text Corinne)
Sonntag, 28. März 2004 - Fahrt zu den Teeplantagen
Da die beiden Engländern ebenfalls nach Haputale (1400 M.ü.M.) fahren und die Fahrt mit dem Bus bestimmt 8 Stunden oder mehr gedauert hätte, habe wir uns ein Taxi geleistet. Mit 25 km/h im 2. Gang durch Sri Lanka! Die Landschaft ist wunderschön und sehr abwechslungsreich. Unter anderem gab es einen Zwischenstopp beim Wasserloch, wo wir die Wasserbüffel beobachten konnten und beim Wasserfall "Diyaluma Falls". Zum ersten Mal trafen wir dort auf Kinder, die Kugelschreiber, Schokolade, Bonbons oder Geld wollten.
Das Amarasinghe Guesthouse in Haputale liegt oberhalb der Teeplantagen ist sehr sauber, das Essen einmalig und für CHF 8.00 hat das Zimmer sogar einen Balkon. Es war viel zu kalt um draussen zu sitzen und so haben wir am Abend beim Tee gelernt "Crush" (englisches Kartenspiel) zu spielen.
Montag, 29. März 2004 - Moderne Kommunikation in der Pampas
Kein Handy-Empfang in Haputale und kein Geld im Portemonnaie. So musste heute dringend ein Internetcafé und eine Bank her. Gar nicht so einfach in der Pampas. Es scheint allen Gästen im Guesthouse gleich zu gehen, so sind wir alle zusammen mit dem Bus nach Bandarawela losgezogen. Das "Unternehmen" dauerte ganze 5 Stunden, so haben wir den Besuch der Teefabrik auf den nächsten Tag verschoben. Schliesslich regnet es hier in den Bergen jeden Abend, so haben wir die Siesta auf dem Balkon beim strömenden Regen und "Lemon Biscuits" genossen und endlich unsere Wäsche gemacht. Stromausfall zum x-ten kurz vor dem Eindunkeln, doch das Nachtessen war phantastisch (jedoch selbst der Salat war feurig scharf)!
Es ist uns aufgefallen, dass die Leute hier in den Teeplantagen viel freundlicher und ehrlicher sind als am Strand.
Dienstag, 30. März 2004 - Besuch einer Teefabrik
Ausschlafen zum 2. Ups, doch Rahel, Terry, Simon und Dean warteten bereits auf uns Langschläfer. Wir wollten zusammen die Teefabrik "Dambatenne" von Sir Lipton, gebaut im Jahr 1890) anschauen. Tee zu produzieren ist Handarbeit! Nach der Besichtigung sind wir zum Lipton Seat (2589 M.ü.M.) hochgewandert. Zwischen den Teeplantagen trafen wir auf viele "Teapickers" und Schulkinder. Leider war die Aussicht nicht wie erwartet, der Nebel war zu dicht.
Zurück zur Fabrik und weiter zu Fuss ging es nach Haputale. Der angekündigte Bus scheint heute nicht zu fahren... Unterwegs hat uns ein Pick-up aufgeladen und wir sind auf der Ladefläche mitgefahren. Wir waren eine richtige Attraktion. Normalerweise fahren Touris in Taxis, höchstens noch mit dem Bus!
Mittwoch, 31. März 2004 - Führung durch Kolonialhaus
Heute wollten wir zum Kolonialhaus "Adisham", das als Benediktinerkloster geführt wird, spazieren. Leider war es geschlossen und so versuchten wir von aussen, einen Blick darauf werfen zu können. Es war die ehemalige Villa eines britischen Teeplantagenbesitzer (Bau 1931), und auf einem Hügel mit wunderschöner Aussicht gebaut.
Der Chef des Klosters hat uns entdeckt und für uns das Haus extra geöffnet. Natürlich gab es gegen eine "Donation" auch eine Führung.
Vor dem Kloster haben wir junge Singhalesen angetroffen, die auf einem Ausflug waren. Spontan haben sie auf ihren selbstgebastelten Instrumenten und der eingebauten Trommel im Bus (u.a. mit Velopedale) Lieder aus der Hitparade vorgespielt!
Der abendliche Regen hat uns heute früher eingeholt und so sind wir tropfnass im Guesthouse angekommen. So war ein Spielnachmittag angesagt.
|
|
|
|
01.-04.04. |
|
Mirissa - faulenzen, faulenzen, faulenzen
(Text Corinne)
Donnerstag, 1. April 2004 - Fahrt in vollgestopftem Bus
Vor den Wahlen des Ministerpräsidenten am Freitag wollten wir zurück in Mirissa sein. Bei Puschba und Abbey sind wir während dieser Zeit wohl am Besten aufgehoben! So mussten wir bereits um sechs Uhr aufstehen um den Zug nach Ella zu erwischen. Pech gehabt, bereits der erste Zug am Morgen hat über eine Stunde Verspätung! So sind wir weiter zum Busbahnhof. Los gings wieder mit den Verhandlungen, schliesslich hörten wir am Anfang nur wieder Unwahrheiten (Bus fährt heute nicht, kein Direktbus, bla bla bla...)! Wir wussten ja nun schon wie das Spiel läuft und sassen 10 Minuten später dann auch tatsächlich in einem Bus nach Wellawaya! Der erste Stop war beim buddhistischen Tempel. Natürlich musste zuerst eine Gabe gemacht werden und für eine unfallfreie Fahrt gebeten werden! Mit dem Schutzengel von oben kann nichts mehr passieren und runter mit dem Gaspedal.... Das Morgenrot und die Aussicht waren wunderschön. Das frühe Aufstehen lohnt sich eben doch! In Wellawaya mussten wir umsteigen und es warteten bereits unzählige Leute auf den Bus nach Mattara... Der ankommende Bus war auch bereits fast voll, trotzdem passten alle irgendwie noch rein!! Und es war noch nicht genug. Bei allen Haltestellen kamen neue Fahrgäste hinzu aber niemand stieg aus... Es war eine Horrorfahrt und keine Gelegenheit zum Aussteigen - nur Buschland! Mir wurde schlecht, wir wurden herumgeschupst und als wir dann noch betatscht wurden war endgültig genug! In Hambantota sind wir ausgestiegen und haben uns ein Taxi genommen! Uff, war das toll endlich wieder Platz zu haben und aus dem Fenster gucken zu können.... Endlich zurück in Mirissa wartete Andy bereits sehnsüchtig auf Conni. Unser Bungalow war dieses Mal bereits "ready". Schnell umziehen und ab an den Strand... Es war heiss und schwül... Die Monsunzeit ist nicht mehr weit entfernt!
Freitag, 2. April 2004 - Wahltag
Heute war Wahltag in Sri Lanka und keiner wusste, was wirklich zu erwarten war. So war noch ungewiss, ob bereits heute Abend eine Ausgangssperre verhängt wurde. Die Resultate waren erst für Samstag zu erwarten, so gingen wir heute nach Weligama zum Wellensurfen an den Strand. Gar nicht so einfach auf diesem Brett zu stehen.... Es war eine brütende Hitze und so waren wir froh, als Tschaminda pünktlich um ein Uhr dastand, um uns mit seinem Tuk-Tuk wieder abzuholen. Nach einem Snack am Strand von Mirissa, sind wir zurück zum Guesthouse. Wir waren froh, heil bei Puschba und Abbey angekommen zu sein, nachdem in Mirissa eine kleine Schlägerei stattfand, als die Wahlurnen aus dem Wahllokal getragen wurden... Uff, wo führt das noch hin?
Samstag, 3. April 2004 - Ruhiger Tag nach friedlicher Wahl
Um sicher zu gehen, wollte Puschba und Abbey wissen, wo wir am Strand liegen würden, damit sie uns bei irgendwelchen Krawallen sofort holen könnten. Sie waren rührend und so besorgt um uns... Erstaunlicherweise gab es aber keinerlei Ausschreitungen mehr. Dies ist wahrscheinlich auch darauf zurückzuführen, dass die Tamilen seit 20 Jahren das erste Mal wieder mitwählen dürfen.
Wir genossen den Tag am Strand. Komische Viecher waren heute unterwegs... Es hatte unzählige lebendige Krebse in Schneckenhäuschen überall im Sand. Zwei kleine deutsche Buben haben diese kriechenden Ungetüme in die Hosensäcke und T-Shirts gepackt und sind abmarschiert. Die Mami wird sich unglaublich gefreut haben....
Sonntag, 4. April 2004 - Mückenattacke
Die Nacht war unglaublich heiss. Rekordverdächtig sind wir freiwillig bereits um halb acht aufgestanden! Ui, wie sehen wir denn aus? Die Mücken hatten uns diese Nacht besonders gern!
Letzter Tag am Strand und weil uns das Wellensurfen am Freitag so gefallen hat und es wieder riesige Wellen hatte, versuchten wir es heute mit einem Boogieboard. Das fägt!
Puschba & Abbey haben uns beim letzten Nachtessen so richtig verwöhnt. Jedes von uns bekam ein Päckchen Tee und Puschba spielte (oder besser quietsche) uns ein typisches Lied aus Sri Lanka auf der Violine!
|
|
|
|
05.04. |
|
Ella - lehrreiche Fahrt nach Ella
(Text Corinne)
Montag, 5. April 2004 - interessante Fahrt in die Berge
Sind heute von einem Bus, welcher seine Hupe nicht mehr abstellen konnte, geweckt worden. Ohne Hupe auf die Strasse wäre in Sri Lanka lebensgefährlich!
Heute geht es weiter in den Norden. Da ich immer noch genug hatte vom Busfahren, sind wir mit dem Taxi (vom Hotel Sunshine Beach Inn Mirissa) nach Ella losgefahren. So konnten wir einige Zwischenstopps unterwegs einlegen. Erster Halt war bereits nach wenigen Kilometern. Wir wollten den Tempel von Dondra besichtigen. Hunderte Leute, alle in weiss, strömten heute zu den heiligen Orten. Es war "Poya-Day" (Vollmondfest). Weiter gings zum "Dondra Head", dem südlichsten Punkt von Sri Lanka. Die Aussicht vom Leuchtturm war umwerfend, welche wir uns aber zuerst mit Treppensteigen verdienen mussten! Nächster Halt war in der Nähe von Tangalla beim "Blow Hole", das fünftgrösste dieser Art weltweit. Leider war der Wasserstand nicht ideal, doch es funktionierte trotzdem. Die Wasserfontäne war einfach nicht ganz so hoch.
Unterwegs gabs in einem einheimischen Restaurant Zmittag (Rice & Curry). Conni und ich sind aber voll ins Fettnäpfchen getreten. Alle Teller waren mit einer Plastikfolie überzogen. Wir entfernten den Plastik und schöpften das Essen auf die Teller. Wir dachten, dies sei um die Teller zu schützen. Aber eben... falsch gedacht (stupid tourists in der Pampas)! Die Einheimischen essen von Hand und werfen anschliessend die Essensresten nämlich mit diesem Plastik weg! Der Teller bleibt so sauber. Viel essen konnten wir trotzdem nicht, das Essen war höllisch scharf....
Nächster und letzter Halt war Buduruvagala, wo wir die in den Fels gehauenen Buddhastatuen aus dem 8. und 9. Jahrhundert bewunderten. Der Weg dorthin war jedoch nicht ganz einfach zu finden und war mit einem Schild beschriftet "Strasse entmint"! Wie beruhigend...
Endlich in Ella angekommen, bezogen wir unsere Zimmer im Rainbow Inn! Conni und ich wollten noch kurz zum Bahnhof um die Zugbillette (1. Klasse im Panoramawagen) für die Fahrt nach Kandy am nächsten Tag zu reservieren. Es begann aus Kübeln zu regnen und trotz dem herbeieilenden Tuk-Tuk waren wir schlussendlich tropfnass. Typisch! Abends gabs, was auch sonst, Rice & Curry! Dieses Mal war es aber ausnahmsweise einmal nicht zu scharf!
|
|
|
|
| 06.-08.04. |
|
Kandy - Tempel, Tanzvorstellung und Elefantenwaisenhaus
(Text Corinne)
Dienstag, 6. April 2004 - Zugfahrt durch das grüne Herz von Sri Lanka
Früh am Morgen gings mit dem ganzen Gepäck an den Bahnhof. Passagiere der 1. Klasse dürfen die Billette sogar beim Bahnhofchef persönlich im Büro abholen. CHF 6.50 kostet uns dieser Luxus für 7.5 Stunden Fahrt durch Teeplantagen und Natur pur! War wunderschön...
In Kandy angekommen haben wir zuerst unser Gepäck im Guesthouse "Glenn Inn" deponiert, bevor wir in die Stadt spazierten. Die Stadttour war beim Pizza Hut aber bereits vorbei. Nach zwei Wochen Rice & Curry war das Essen dort wie Weihnachten! Kandy ist eine kleine aber sehr schöne Stadt mit einem kleinen See und vielen herzigen Shops und Bäckereien.
Mittwoch, 7. April 2004 - Kandy, die Kulturstadt
Heute war ein Kandy-Tag angesagt. Bereits um 6 Uhr erwachten wir ab der Trommelmusik vom Tempel, die in der ganzen Stadt aus den Lautsprechern dröhnt!
Als wir in die Innenstadt kamen, wussten wir nicht wirklich was los war, überall Strassensperren und Polizei! Der neu gewählte Ministerpräsident ist heute zu Besuch! Super, jetzt waren wir immer so vorsichtig wegen der Wahlen und schlussendlich landen wir mitten drin! Wir besuchten den Tooth-Tempel (heiligster Ort für Buddhisten in Sri Lanka), brachten die Photos zum Entwickeln, Conni und Andy buchten den Weiterflug, shoppten und und und. Kandy ist zwar wunderschön hat aber die mühsamsten Souvenirverkäufer und Taxifahrer... Die waren echt lästig!
Abends wandelten wir uns zum Touri und besuchten die Show der "Kandyan Art Dancers". Abends assen wir im Pub wieder einmal europäisch! S'Conni mag sogar plötzlich "Shrimps"!
Action mitten in der Nacht! Conni und ich sollten nachts unbedingt auf die Toilette! Nur sass ein Riesenkäfer im Bad "pfui"! Conni war sehr mutig und hat in k.o. geschlagen und ich stand wie ein Angsthase hinter ihr!
Donnerstag, 8. April 2004 - Elefantenwaisenhaus
Mit dem Bus gings ins Elefantenwaisenhaus nach Pinawela. Wir schauten lange zu, wie die kleinen Elefanten im Fluss badeten! Da könnte man stundenlang dasitzen...
Auf dem Rückweg stoppten wir beim Botanical Garden. Der Tag war extrem heiss und so ging es ruckzuck durch den Park vorbei am Riesenbambus, den Riesenkokosnüssen (bis 10kg) und den Bäumen mit den 1000 von Riesenfledermäusen! |
|
|
|
| 09.-11.04. |
|
Dambulla, Sigirya, Anuradhapura, Mihintale - eine 3-tägige Kulturreise
(Text Corinne)
Freitag, 9. April 2004 - Dambulla und Sigirya
Früh am Morgen gings mit dem Taxi los auf unseren 3tägigen Kulturtripp! Zuerst besuchten wir die Felsentempel von Dambulla bevor wir anfangs Nachmittag den Aufstieg nach Sigiriya wagten. Dieser Palast wurde im 5. Jahrhundert auf einem 200m hohen Felsen errichtet und ist absolut beeindruckend. Der Aufstieg war hart aber es hat sich gelohnt. Es ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Sri Lanka.
Zum Übernachten ging es weiter nach Anuradhapura. Wir wollten dort am nächsten Tag die antike Stadt besichtigen. Als wir unserem Taxifahrer erzählten, dass wir dies mit dem Velo erkunden wollten, kriegte er einen Lachanfall. Er konnte sich absolut nicht vorstellen, dass Frauen Velofahren können!! Er wollte uns unbedingt bei der Abfahrt sehen, er konnte es nicht glauben und hat so was noch nie gesehen...
Samstag, 10. April 2004 - mit dem Fahrrad durch alte Kultur
Heute steht die alte Stadt von Anuradhapura auf dem Programm. Doch zuerst muss das Päckli von Conni und Andy, mit zu warmen Kleidern und Souvenirs, auf die Post und ich muss dringendst eine Apotheke haben. Meine rund 80 Mückenstiche oder was auch immer mich da gebissen hat, beissen unglaublich und ich habe überall blaue Flecken!
Anschliessend ging es heute mit den Velos auf Sightseeing-Tour!
Bis wir überhaupt das Ticket für die alte Stadt besorgt haben, war ein Abenteuer. Wir wurden vom Eingang zum 1. Museum geschickt und umgekehrt. Nach liebem fragen, mussten wir wenigstens unsere Velos nicht noch umparkieren....
Erstes Ziel war der älteste Bodhi-Tree der Welt. Unter einem solchen Baum soll angeblich Buddha erleuchtet worden sein. Die Pilgerwanderung dorthin war unglaublich! Es waren Hunderte von Menschen. Es ging weiter zu der grössten, der ältesten und xx-Dagoba. Das sind diese weissen Gebetstürme, die überall im Land zu sehen sind. Schuhe aus, Schuhe an, war heute angesagt. Doch der Stein war so heiss, dass wir meistens nur von Schatten zu Schatten rennen konnten.... Sogar den Buddhisten war das zu heiss!
Doch die Erlösung hörten wir bereits von Weitem als wir die Melodie des Glacéverkäufers hörten! Ein Orangeneis bei 35° und keinem Windchen war mega erfrischend und so genossen wir dieses unter einem riesigen Baum! Weiter gings zum Mondstein und den Ruinen mitten im Wald, bevor wir von der Hitze erschlagen zurück zum Guesthouse radelten. Nach einer kurzen Siesta fuhren Conni und ich gegen Abend noch zur Tempelanlage von Mihintale. Diese war einfach traumhaft schön gelegen. Doch die tolle Aussicht und die schöne Anlage inmitten von Palmen mussten wir uns redlich verdienen - 1840 Treppenstufen bis zum Eingang! Schlussendlich wollten wir uns auch noch die Caves anschauen! Barfuss machten wir uns auf den Weg! Es ging auf einem Waldpfad den Berg hinunter, was unseren Bürofüsschen nicht wirklich gefiel. Doch umkehren wollten wir auf keinen Fall... Naja, der Stein war dann auch eher eine Enttäuschung und Affen tollten darauf herum. Doch der Weg wars schon wert und lustig...!
Sonntag, 11. April 2004 - Yapahuwa
Rückfahrt nach Kandy mit einem Zwischenstopp in Yapahuwa (Klein-Sigiriya). Vom Tempel auf dem Felsen ist praktisch nichts mehr zu sehen, doch die steile Treppe aus dem 13. Jahrhundert ist noch sehr gut erhalten. Einer der Löwenköpfe auf der Seite dieser Treppe ist heute auf der 10-Rupien-Note.
Dank der netten Nachfrage, durften wir sogar den Felsentempel besichtigen (eine Donation war natürlich selbstverständlich, gratis gab es auch gar nichts). |
|
|
|
| 11.-14.04. |
|
Kandy - Connis 30. Geburtstag in einem Luxushotel
(Text Corinne)
Sonntag, 11. April 2004 - Abstieg im Luxushotel
Wir haben für die nächsten zwei Tage im Le Kandyan, einem Viersternehotel mitten in den Bergen in der Nähe von Kandy, reserviert. Schliesslich wollten wir den 30. Geburtstag von Conni so richtig gediegen feiern. Unser Taxifahrer wusste zuerst jedoch nicht, wo er uns hinbringen sollte und fragte überall nach einem Guesthouse mit demselben Namen. Nach langem hin und her konnten wir das Missverständnis klären und er lud uns sprachlos beim Hotel ab. Er konnte es sich nicht vorstellen, dass gewöhnliche Leute wie wir, soviel für ein Zimmer bezahlen können. Naja, schlussendlich wurde sein Angebot für den Transport zum Flughafen gleich einmal teurer....
Im Hotel wurden wir mit Tee und kalten Erfrischungstüchern empfangen. Es war herrlich...! Nach dem Zimmerbezug (mit Klimaanlage, welcher Luxus!) stürzten wir uns gleich in den Swimmingpool!
Die abendliche Dusche mit Warmwasser und ohne Flipflops war eine wahre Wohltat! Wir konnten uns sogar aufs Klo setzen....J. Zuerst einen kleinen Apéro und dann gings ans Buffet. Andy hat gegessen, als hätte er die letzten Wochen nichts gekriegt!! Die Auswahl war riesig und es gab für jeden etwas.
Montag, 12. April 2004 - Connis 30. Geburtstag
Conni feiert heute Ihren 30. Geburtstag! Wir haben zuerst lange gefrühstückt. Wir waren froh, einmal nicht nur frische Ananas, Omelette und Toast zu kriegen. Später machten sich Conni und Andy auf den Weg, ein Telefon zu finden um in die Schweiz anzurufen! Anschliessend legten wir uns mit einem guten Buch an den Pool. Natürlich gönnten wir uns abends noch eine richtige Ayurveda-Massage.
Da Conni Geburtstag hatte, durften wir als einzige Gäste draussen auf der Terrasse essen! Wir haben eine Flasche Wein genossen und den feinen Schokoladenkuchen! Sie haben Conni sogar ein Geburtstagsständchen gespielt...
Dienstag, 13. April 2004 - Letzter Tag
Für mich war es der letzte Tag in Sri Lanka. Wir genossen noch einmal den Pool und das schöne Wetter bevor uns abends ein Taxi abholte, das uns nach Colombo brachte. Die Tage im Hotel waren aber wunderbar, schliesslich mussten wir einmal nicht um jeden Preis fighten!
Im Guesthouse, wo sich Conni und Andy für die nächsten Tage einquartiert hatten, die beiden mussten noch ein Verlängerungsvisum beantragen, haben wir noch Znacht gegessen. Komische Familie.... Schlussendlich war ich froh, dass mich knapp vor Mitternacht das Taxi für an den Flughafen abholte.
Mittwoch, 14. April 2004 - Abschied
Nach langem Warten am Flughafen, einem langen Flug aber genügend Schlaf (hatte zwei Sitze für mich ganz alleine), bin ich pünktlich in Zürich gelandet. Für Conni und Andy geht die lange Reise weiter...
Danke Corinne, für diesen wunderbaren Reisebericht! |
|
|
|
| 14.-15.04. |
|
Colombo - Verlängerung des Visums
Unser zweiter Besuch in Colombo. Diesmal mussten wir unser Visum verlängern. Bei der Einreise erhält man nur ein 30-tages Visum, wir wollten aber noch zwei Wochen länger bleiben und der einzige Ort wo man verlänger kann ist Colombo. Wir stiegen wieder ein der gleichen Bleibe ab, wie bei unserer Ankunft. Die Visumverlänger verlief ohne nennenwerten Zwischenfälle, ausser dass wir von Büro A nach Büro B und dann wieder nach Büro A geschickt wurden und bezahlen mussten wir beim Schalter 1 und beim Schalter 2 die Quittung zeigen und beim Schalter 3 den Pass in Empfang nehmen. Unorganisierte Bürokratie! Übrigens war mein Visum halb so teuer wie Andys Visum (englischer Staatsangehöriger!). Cool!
Nach einem KFC-Mittagessen legten wir eine Internet-Session ein, den ganzen Nachmittag! In einem Indischen Restaurant nahmen wir endlich wieder einmal ein gutes indisches Abendessen ein. Hm, den indischen Food vermissen wir seeeehr!
|
|
|
|
| 15.-17.04. |
|
Kandy - auf der Suche nach unseren Badesachen
Eigentlich planten wir - oder eher Andy - nach Colombo einen Rafting-Trip (Geburtstagsüberraschung), doch fanden wir noch rechtzeitig raus, dass die Unterkünfte in der Region sehr teuer sind und wir das besser mit dem Mt. Adams Peak kombinieren, den wir besteigen möchten. Ausserdem müssen wir ja noch unsere Badekleider in Kandy abholen (dazu später mehr). Also nahmen wir den Zug nach Kandy. Wow, da die Neujahrsferien sich dem Ende neigten, sind alle Sri Lanki auf der Heimfahrt, das heisst, der Zug war mehr als überfüllt. Um einen Platz zu erwischen, machte ich es wie die Sri Lanki, ich stürmte den Zug während der Einfahrt in den Bahnhof. Uff, die Schweisstropfen hatten sich gelohnt, ich konnte uns eine Sitzbank sichern. Drei Stunden stehen, Haut an Haut, nein Danke, das ist echt nicht lustig. Einige Leute hingen sogar aus dem Zug, an den Türstangen. In Kandy angekommen, wollten wir wieder ins gleiche Guesthouse (The Glen) zurückkehren, doch leider war es geschlossen. Der nette hippie Nachbar, der sich später als Bruder von The-Glen-Besitzer herausstellte, offerierte uns ein Doppelzimmer in seinem Haus. Wir erklärten ihm dann die Gesichte mit den Badekleidern. Wir haben ja blöderweise unsere noch halbnassen Badekleider im Taxi auf der Fahrt von Kandy nach Negombo vergessen. Wir hatten sofort die Zentrale angerufen nachdem wir unser Missgeschickt entdeckten, damit der Fahrer wieder zurückfahren und uns die Kleider übergeben könnte. Aber eben, das ist in Sri Lanka nicht so einfach. Am Telefon hatten wir jemanden, sehr ziemlich schlecht Englisch sprach und der wollte uns eine weitere Taxifahrt verkaufen. Ich dachte dann, nun hat er es endlich kapiert, doch leider kam kein Taxi zurück. Wir wollten sowieso wieder zurück in die Berge, also entschieden wir uns einen kleinen Umweg nach Kandy zu machen und dann weiter zu ziehen. In Colombo telefonierten wir noch einmal an die Zentrale und erklärten, dass wir nach Kandy zurück kehren um unsere Sachen abzuholen. Wir würden uns melden, sobald wir in Kandy sind. Nun, unser Vermieter hatte Mitleid mit uns und versprach, dass er selber telefoniere, er spreche ja singalesisch und so sei es vielleicht einfacher, alles zu erklären. Nun, leider nahm an unserem ersten Tag in Kandy niemand das Telefon ab. Uffff, also ehrlich, da kommt man zurück und Niemand ist erreichbar. Am zweiten Tag versuchte es der Vermieter noch einmal, doch wieder keine Antwort. Eigentlich wollten wir langsam weiterziehen. Doch wir waren eh zu müde, um bereits um 08.00 Uhr aufzustehen, also entschieden wir uns für ausschlafen. Wir versuchten dann selber zu telefonieren. Endlich haben wir nun den Boss erreicht und der meinte: ja, er habe die Sachen bei sich. Er bringe Sie im Verlaufe des Nachmittages zu unserer Unterkunft. Happy end nach x-telefonaten. Doch als wir am Abend in unsere Unterkunft zurückkehrten … ihr könnt es euch ja vorstellen. Keine Badekleider weit und breit. Für das Abendessen wollten wir eh wieder hinunter in die Stadt, also riefen wir noch einmal an. Ja, in 5 Minuten bringe er die Kleider. Tatsächlich hat es dann auch geklappt. Als wir gesättigt zurück kehrten waren unsere Kleider da! Juhuiiiiii!!! Bin ich froh, denn mein Bikini hätte ich schon vermisst. Uff, lange Geschichte, irgendwie benötigt man hier einfach für alles lange. Das ist eben Asien! *grins*
Dalai Lama in Kandy?
Eines morgens trafen wir Jemanden an, der doch steif und fest behauptete, dass der Dalai Lama ("Papst" der tibetischen Buddhisten) am Abend nach Kandy kommt. Natürlich lud er, der Typ von der Strasse, uns auch gleich ein, seine Tanzschule zu besuchen, gratis, ohne Eintrittsgebühr, versicherte er uns … und am Schluss würde er sicher eine Donation ("freiweillige" Gabe) erwarten, denn nichts ist wirklich gratis. Wir sind inzwischen aber so misstrauisch, dass wir also die Schule nicht besuchten und dachten, wir kaufen uns eine Zeitung, um zu sehen, ob das mit dem Dalai Lama wirklich stimmt. Denn interessant wäre es ja schon, den Dalai Lama mal live zu sehen. Andy nahm sein Frühstück in einem Cafe ein und ich zog los um an der Strassenecke eine Zeitung zu kaufen. 100er Ruppie-Note in der Tasche (ca. 1.30 Stutz) und wollte eine englisch sprachige Zeitung für 15 Rps kaufen. Der Zeitungsmann ist sicher bereits seit 7.00 Uhr an seinem Stammplatz und verkauft Zeitungen, doch er konnte mir kein Wechselgelt geben. Das ist hier immer so, du musst immer genau das Geld haben, denn niemand kann herausgeben. Und wir erhalten nachtürlich aus den Geldautomaten immer nur 1'000er-Noten. Ihr könnt euch ja den Spiessrutenlauf vorstellen. Also, musste ich in ein Geschäft gehen, damit ich die 100er-note wechseln kann. Ich kriegte eine 50er, zwei 20er und eine 10er. Ich wollte aber nun noch zwei 5er Stücke, da die Zeitung ja 15 Rps kostet. Das sei nicht möglich (in einem Juweliergeschaft!!!). Also zum nächsten Laden, und der konnte mir dann wechseln, und so konnte ich mir die Zeitung kaufen. Hm, von einem Besuch von Dalai Lama stand überhaupt nichts drin, nur dass die frisch wiedergewählte Präsidentin am nächsten Tag den Zahntempel besuchen wird. Auch Leute auf der Strasse wussten absolut nichts von einem Besuch von Dalai Lama. Also wollte uns der "nette" Mann von der Strasse irgendwie irgendwohin locken, um uns dann eine "Donation" (Spende) abzuluchsen.
Auch ein Mönch kennt keine Skruppel
Wir haben noch eine viel wahnsinnigere Geschichte in Kandy erlebt. Wir waren auf dem Heimweg, also uns ein Mönch ansprach, ob wir nicht seinen Schrein (eine art Altar) ansehen möchten. Hm, wir überlegten es uns, denn eben, nichts ist gratis, aber wir dachten, das ist ein Mönch, der kann uns ja nicht übers Ohr hauen. Also, besuchten wir seinen Schrein. Er händigte uns Briefe und Fotos aus, von Touristen, die schon mal bei ihm waren. Aha, das gleiche Verhaltensmuster wie bei allen Anderen, die die Touristen übers Ohr hauen wollen. Denn dadurch, dass man "Beweisstücke" von ausländischen "Freunden" zeigt, gewinnt man das Vertrauen der Gäste. Er erzählte uns ein paar Sachen über seine Verwandten, die auch schon Mönche waren. Danach sollten wir uns setzen, wir würden nun gesegnet. Aha, so also! Ich sagte zum Mönch, wir seien keine Buddhisten und wir möchten das eigentlich lieber nicht machen. No problem (der Lieblingsspruch aller Sri Lankis), Buddhismus vereine alle Relgionen. Ich fragte Andy, ob wir das wirklich machen wollen, denn dann müssten wir garantiert dafür zahlen. Das blöde ist einfach, dass ich mit Andy Englisch sprechen muss, und so können immer alle rundherum alles verstehen. Könte ich Deutsch sprechen, dann könnte man sich besser absprechen. Nun Andy meinte, komm wir machen das, wir können ja nur eine kleine Donation geben. Also, band uns der orange gekleidete Mönsch weisse Bänder um unsere Handgelenke und segnte uns mit Hilfe von Raucherstäbchen. Am Schluss natürlich das Donation-Buch und was wir da sahen, vorallem die Zahlen unter der Kolonne Rps. erschreckte uns! Da stand 500 Rps, 1'000 Rps, 2'500 Rps.. Aber beim genaueren betrachten sahen wir, dass da jeweils einfach noch eine Null angehängt wurde oder vor die 5 von 500 noch eine eins gestellt wurde. Wahnsinn! Sogar die Mönche lügen und wenn man nicht einmal diesen heiligen Männern vertrauen kann, wem kann man dann noch vertrauen? Und das geht tagtäglich so. Sri Lanka ist ein wunder-, wunderschönes Land. Doch viele Leute enttäuschen einem immer und immer wieder. Aus unserer 50 Rps-Donation wurde bestimmt 500 oder sogar 5'000!
Reisepläne
Nun zu einem anderen Thema, zu unseren zukünftigen Reiseplänen. Wir haben in Kandy den Indonesien Lonely Planet gekauft und mussten feststellen, dass man nur noch ein 30-tages Visum erhält. 30 Tage für ein so riesiges Land! Einfach zu wenig. Wir wollten eigentlich 2 1/2 Monate bleiben! Sandra und ihr Freund werden ja ende Juni bis mitte Juli zwei Wochen auf Bali in einem Hotel in Nusa Dua verbringen und ich möchte natürlich meine Kollegin treffen. Und ausreisen und wieder einreisen ist ziemlich schwer, da Indonesien so weitläufig ist, dass man eigentlich fliegen müsste. Doch dies wiederum ist zu teuer. Tja, nun überlegten wir uns, dass wir zuerst nach Malaysia gehen und dann mitte/ende Juni nach Indonesien reisen werden, so dass wir ende Juni in Bali sind. Hm, blöde Sache, hat jedenfalls unsere Pläne ganz schön durcheinander gebracht. Scheinbar ist die neue Visaregelgung erst seit 1.2.04 in Kraft.
|
|
|
|
| 17.-18.04. |
|
Dalhousie / Adams Peak - anstrengende Pilgerwanderung
Unsere nächstes Reiseziel lag in den Bergen, mitten im Zentrum von Sri Lanka. Schon bei der Anreise mit der Bahn entdeckten wir den pyramidenförmigen Berg, einer der höchsten Sri Lankas (2'240 m). Am Bahnhof von Hatton angekommen, wechselten wir unser Transportmittel und mit dem Bus ging es nach Dalhousie. Die Fahrt führte an einer wunderschönen Landschaft vorbei. Vorallem ein fast ausgetrockneter Stausee prägte das Bild. Sogar alte Gebäude, die wohl mit der Auffüllung des Stausees untergingen, waren sichtbar. Im Bus lernten wir einen netten Mönch kennen, der jedes Jahr eine Pilgerreise von Anuradhapura nach Adam's Peak unternahm. Dalhousie ist ein kleiner Ort mit beschränkten Unterkunftsmöglichkeiten, deshalb stellte sich die Suche nach einem Bett für die kurze Nacht auch ziemlich schwierig (entweder dunkles feuchtes Loch oder ganz einfach zu teuer) an. Fanden dann aber doch noch eine angenehme Bleibe im Blue Marine Hotel. Für alle, die sich irgendeinmal nach Dalhousie verirren, können wir das White House empfehlen. Dieses von sehr netten Leuten geführte Guesthouse mit gepflegten Garten liegt gleich neben dem kleinen Fluss. Leider war es ausgebucht, als wir dort waren, dafür nahmen wir am Abend in der kleinen Laube einen Drink ein und hüpften von Stein zu Stein auf dem Fluss.
Laute Nacht
Nun, uns stand eine kurze Nacht bevor, deshalb machten wir uns schon früh in die Federn. Nicht nur wegen der frühen Aufstehzeit wurde es eine sehr, sehr kurze Nacht. Mitten in der Nacht weckten uns laute Schreie, die sich unserem Hotel näherten. Und plötzlich wechselte das Schreien in ein herzzerreissendes Schluchzen. Es war wohl ein Mann, dem irgendetwas zugestossen ist oder irgendwie psychische Probleme hatte. Keine Ahnung, jedenfalls kümmerte sich niemand um diesen Mann … und wir fanden deshalb auch praktisch keinen Schlaf.
Bei Nieselregen auf die Adam's Peak
Startzeit unserer Wanderung war um 3.30 Uhr, schliesslich wollten wir den Sonnenaufgang vom Gipfel sehen. Wir rechneten mit einer Aufstiegszeit von ca. 3 Stunden, für ungefähr 4'700 Stufen und einem Höhenunterschied von 1'000 m. Der Berg ist ein Pilgerort für vier verschiedene Religionen (Buddhismus, Hinduismus, Christentum und Muslim). Der Fussabdruck auf dem Gipfel soll je nach Glaubensrichtungen von Buddha oder aber von Adam (& Eva) sein oder … sonst irgendjemanden. Entlang dem Weg wechseln sich Tempeln der verschiedenen Glaubensrichtungen ab und tausende von jungen und alten Pilgerer besteigen Jahr für Jahr den Berg.
Zuerst schlängelte sich der beleuchtete Weg durch kleine Verkaufsstände, die alles mögliche von warmen Jacken und Kappen bis zu Süssigkeiten anboten. Danach läuft man an zwei grossen Buddhastatuen (eine stehende und eine liegende) vorbei, bevor es dann so richtig los geht mit der Besteigung. Man merkt schnell, dass der Adam's Peak kein Touristenberg ist, denn uns begegnen kaum westlichen Touristen. 100te von Pilgerer, die den Berg am Vorabend bestiegen haben, laufen uns entgegen, doch praktisch niemand startet in den frühen Morgenstunden, wie wir westlichen Touris, die den Berg nicht aufgrund des Glaubens sondern wegen dem Sonnenaufgang besteigen. Bald fing es schon an zu regnen und wir als Optimisten haben natürlich den Regenschutz im Hotel gelassen. Wer hätte auch gedacht, dass es Regnen könnte … hm, im April soll es ziemlich häufig Regnen, haben wir später herausgefunden *superdupi*. Tja, ein bisschen Regen bringt einem ja bekanntlich nicht um und so liefen wir frohen Mutes weiter. Doch die verschiedenen Götter meinten es trotz unserer "Aufopferung" nicht gut mit uns, denn schon bald "schiffte" es. Wir fanden ein kleines Vordach bei einem kleines Häusschen, das scheinbar von einem Buddhisten-Mönch bewohnt wird, der auch schon bald sein Fenster öffnete und sich mit den Morgenritualen beschafftigte. Als der Regen etwas nachliess, machten wir uns wieder auf den Weg. Uff, war wirklich seeeeehr anstregend. Die letzten paar Dutzend Treppen schaffte ich nur noch wegen dem aufmunternden Zuredens von Andy. Ich war ganz einfach fix und fertig. Ich bewundere all die alten Leute, die barfuss die Pilgerwanderung unter die Füsse nehmen. Viele Eltern mit ihren kleinen Kindern auf dem Arm liefen huckepack hinauf. Phu, wir erreichten den Gipfel um 7.30 Uhr, natürlich hätten wir auf Grund der vielen regenbedingten Pausen den Sonnenaufgang verpasst, doch die zeigte sich sowieso nicht, da es ganz einfach bewölkt war (welch Überraschung *grins*). Ausserdem verpassten wir auch den dreieckigen Schatten des Adam's Peak, der sich bei Sonnenaufgang und schönem Wetter auf dem gegenüberliegenden Berg normalerweise abzeichnet. Den Fussabdruck von Buddha oder wem auch immer sowie die Glocke, die man läuten soll, wenn man den Gipfel erreicht hat, befanden sich in einem eingezäunten Quadrat, wo man als Respekt die Schuhe abziehen musste. Ich war ganz einfach zu fertig und wollte mir ehrlicherweise die Füsse nicht nass und dreckig machen, um dann wieder zurück in die Schuhe zu steigen. Also liess ich es, dafür schlug Andy die Glocke für mich.
Schon bald machten wir uns auf ins Tal und siehe da, da trafen wir wieder unseren Mönch vom Vortag wieder. Er freute sich sichtlich, dass er den Weg zusammen mit uns begehen und so auch sein Englisch etwas praktizieren konnte. "Unser" Mönch war ein ziemlich moderner: ausgestattet mit Handy und Kamera. So mussten wir natürlich auch für ein Foto stramm stehen. Als Mönch darf er wohl nicht direkt in die Kamera schauen und deshalb hatte er einfach seine Sonnenbrille auf oder schaute Richtung Boden. Auf dem Rückweg hatte Petrus dann doch etwas Bedauern mit uns und so riss manchmal die dichte Wolkendecke etwas auf, so dass wir wenigstens einen kleinen Blick auf die mit Wasserfällen und schönen Felsformationen bestückte Gegend einen Blick werfen konnten. Der Abstieg wollte und wollte einfach nicht aufhören. Phu, auch der Mönch beklagte sich über den langen Weg, obwohl er den Berg ja jedes Jahr besteigt. Am Ende des Weges kamen wir dann wieder an den verschiedenen Ständen vorbei und der Mönch lud uns zu ein paar Süssigkeiten ein. Naja, ich mag die gute, alte Schweizerschoggi besser (vorallem Ovosport! Yhammi!).
Als Abschluss dann die überstrapazierten Muskeln streachen (stretschen? Wie schreibt man das bloss?), um dem unvereintlichen Muskelkater etwas vorzubeugen und eine warme Dusche war genau das richtige, nach dieser anstregenden Sechs-Stunden-Wanderung.
Taxifahrt mit anschliessender heftiger Diskussion
Danach machten wir uns auf zur Bushaltestelle. Ja, nun zeigte sich der Adam's Peak von seiner besten Seite: ein bewaldetes Dreieck vor einem stahlblauen Himmel. Der Ausblick muss wohl wahnsinnig schön sein (was wir so gehört haben!). Naja, hat nicht wollen sein! Eben, Bushaltestelle, viiiiiiile Leute, bloss kein Bus weit und breit. Wir waren todmüde und wollten so rasch wie möglich nach Haputale reisen, wo ich ja mit Corinne bereits vier relaxte Tage verbracht habe, um dort etwas rumzuhängen und uns zu erholen. Andy machte sich auf, um ein Taxi zu finden, das uns wenigstens zurück zum Bahnhof Hatton bringen konnte. Freudestrahlend kam er zurück und meinte, er fand nicht nur ein Taxi, sondern auch ein ziemlich günstiges. Aha, unser Glück kehrte zurück … dachten wir … Auf einer Bank warteten wir zusammen mit ein paar Jungs. Die meinten, sie werden auch mit einem Taxi nach Hatton fahren, wieviel wir den bezahlen? Voller Stolz gaben wir den Preis von 500 Rps bekannt. Wow, da hätten wir aber Glück, sie müssen mehr bezahlen. Komisch? Einheimische, die mehr bezahlen? Naja, nicht unser Problem … dachten wir … Wir sprachen mit dem "Organisator", der noch was erledigen musste, ob das Taxi uns zu einem günstigen Preis auch gleich nach Haputale fahren würde. Klaro, null problemo, für 1'700 Rps. Wie wäre es mit 1'500 Rps? Okay, wir sind ja junge Leute und wir helfen jungen Leuten. Wow, der ist aber nett und wir müssten für die ca. 4 stündige Fahrt nur gerade 1'500 Rps bezahlen. Definitiv unser Glückstag. Dann stellte sich heraus, dass unser "Taxi" ein Minibus ist und noch andere Gäste bis nach Hatton mitfahren werden. Hm, ich habe natürlich nichts dagegen, wenn andere mitfahren, aber normalerweise bezahlt man per Taxi und wir haben den Preis von Rps. 500 für ein Taxi abgemacht … naja, der "Organisator" des Taxis muss ja auch mal einen Glückstag haben und ein grosses Business machen. Egal, Hauptsache wir kommen so rasch wie möglich zum Bahnhof. Oh, siehe da, die Jungs, die behauptete, sie bezahlen mehr als wir sind auch in "unserem" Taxi. Also, mit ca. 6 weiteren Gästen ging es los nach Hatton. Auf der Fahrt diskutierte der "Organisator" mit den Jungs und den anderen Fahrgästen auf singhalesisch. Andy meinte, da geht etwas nicht mit rechten Dingen zu und her und ich hätte vieles darum gegeben, um zu verstehen, was der "Organisator" den Mitfahrern mitzuteilen hatte. Mitten in der Stadt verliessen dann alle Mitfahrer das Taxi und der Organisator meinte, das Taxi nach Haputale koste viel mehr, er wusste ja nicht genau, wie lange es bis nach Haputale sei und der Fahrer meinte, er bräuchte mindestens 4'000 Rps. Ha! Was geht denn hier vor? Der Junge ist doch von der Gegend und weiss ganz genau, wie weit entfernt es ist und abgemacht ist abgemacht, das ist immer so in solchen Ländern. Naja, wir wollten nicht gross stürmen, da wir ja auch sahen, dass der Preis von 1'500 Rps wirklich niedrig waren, also sagten wir, dass wir ganz einfach beim Bahnhof abgesetzt werden möchten und wir den Zug nehmen werden. Auf der kurzen Fahrt zum Bahnhof hiess es dann plötzlich, dass der Fahrtpreis 800 Rps sei. Wie bitte? 500 Rps haben wir doch abgemacht und dieser Preis ist mehr als fair, da ja auch noch andere Gäste mitfuhren, die auch bezahlt haben. Oh, nein, nein, es seien 800 Rps. Kommt nicht in die Tüte! Der Kerl machte dann auf dem Bahnhofsplatz noch Lautstark darauf aufmerksam, wir sollen doch herumfragen, der Preis sei 800 Rps. Alle schauten sich um, denn normalerweise schreit niemand in Sir Lanka herum. Wir bezahlten also die 500 Rps und machten uns aus dem Staub, direkt ins Bahnhofsgebäude. Siehe da, im Bahnhof trafen wir wieder auf die Jugendlichen, die uns dann erklärten, dass sie uns sagten mussten, dass sie mehr bezahlen, dabei bezahlten sie gerade mal 100 Rps. Der Organisator sei ein schlechter Mensch, meinten sie dann auch noch. Aha, so geht also das Spiel!
Uff, endlich am Bahnhof - wo bleibt der Zug?
Okay, am Bahnhof angekommen, wollten wir unser Ticket nach Haputale besorgen. Es waren bereits viele Leute auf dem Bahnsteig. Ui, das könnte eng mit dem Platz im Zug werden. Also, fragten wir, ob es in dem Zug auch eine erste Klasse gab. Nein! Schade, denn dort hätten wir bestimmt genügend Platz gehabt, denn verglichen mit den 2. und 3. Klass Tickets ist es für die meisten Sri Lankis unerschwinglich. Dann wurde gemeldet, dass der Zug eine Stunde Verspätung hatte. Ui, das verhiess nichts gutes … viele Leute auf dem Zug. Also, organisierten wir trotz unserem bereits etwas überstrapazierten Budget ein Taxi, das uns nach Haputale bringen soll. Gleichzeitig mit dem Taxi, kam auch der Zug an und siehe da, 1. Klasse-Wagon ist vorhanden! *kreisch* Definitiv unser Pechstag! Zum guten Schluss war dann auch unser Taxifahrer ein ziemliches A*loch, denn ersten raste er los, als würde er verfolgt oder machte ein Rennen gegen die Zeit. Wir versicherten ihm dann, dass wir es nicht pressant haben und er das Tempo unbedingt reduzieren soll. Zweitens versuchte er die auf der Strasse streunenden Hunde zu überfahren oder zu mindest zu erschrecken. Unglaublich! |
|
|
|
| 18.-24.04. |
|
Haputale - Erholung in den Teeplantagen
Endlich in Haputale … und das Gästehaus "Amarasinghe" ist geschlossen. Scheissssse!!! Also stiegen wir im benachbarten Bawa's Guesthouse ab, wo wir ein feuchtes Zimmer für Rps 600 bezogen. Ich war zu müde, um zu verhandeln und mir war es auch egal, ich wollte einfach nur noch schlafen!
Beim Abendessen, nachdem Mr. Bawa die Kochkünste von Mrs. Bawa x-mal in den Himmel gehievt hatte, beklagte er sich dann, warum alle im benachbarten Amarasinghe Guesthouse abstiegen? Die Zimmer seien ja teurer und auch der Food sei viel teurer. Tja, da war Mr. Bawa bei mir an der falschen Stelle, denn ich wusste, dass die Zimmermiete gleich hoch sind und die Zimmer 10x schöner und besser sind und dass zudem der Food billiger ist, zudem eine ziemlich grosse Auswahl anbietet. Naja, ist sagte nichts, doch es störte mich schon ein bisschen, dass Mr. Bawa einen solchen Stuss herauslässt und wie ein altes Waschweib tratscht.
Am nächsten Tag, als wir dann sahen, was für ein ziemlich schäbiges Loch wir bezogen hatten, fragten wir Mr. Bawa, ob er uns einen günstigeren Preis machen könne. Oh, nein, das könne er nicht, denn er könne das Zimmer für mindestens Rps 1'000 vermieten und zwar an das deutsche Paar, das soeben angekommen sei. Aha, Rps 1'000! Ich glaub, ich bin auf dem falschen Dampfer! Am Rande bekam ich mit, dass das deutsche Paar soeben mit einem Fahrer angekommen ist und ausserdem auch noch ein gewisser Mohamed dabei war. Der, wie sich später herausstelle, sich einfach in den Wagen setzte und die geringen Englischkenntnisse des Fahrers und die nichtvorhandenen Singahlesischkenntnisse der Deutschen voll und ganz zu seinem Vorteil ausnutzen wollten. Nunja, das deutsche Paar war zum Glück auf der Hut und so wurde zum Schluss niemand benachteiligt, ausser dass Mr. Mohamed kein Bussiness machte. Wie sich später herausstellte ist Mr. Mohamed ein stadtbekannter Betrüger, der sich an nichtsahnende Touristen hängt und denen irgendwelche Märchen erzählt, um ihnen das Geld aus den Taschen zu ziehen. Stadtbekannt, aber niemand unternimmt was dagegen. Schlecht für den Ruf von Haputale!
Andys Nacht auf der Toilette
Mit Sandra und Marcus, dem deutschen Paar, assen wir zusammen das Abendessen und erzählten von unseren Reiseerlebnissen. Danach teilten wir noch ein paar Biere und ein komisches Ciderbier. Ui, die Nacht verbrachte Andy auf der Toilette. Keine Ahnung, was seinen Magen so durcheinander brachte. Wir hatten das selbe Essen und Trinken. Zwar ass ausser Andy niemand Papaya, vielleicht war es das. Naja, er erholte sich zum Glück am nächsten Tag wieder … und zwar in einem Zimmer von Amarasinghe Guesthouse. Yuppie, die Amarasinghes waren wieder zurück und deshalb wechselten wir auch gleich das Quartier.
Gewitter beim Diyaluma Wasserfall
Wir waren sehr faul die paar Tage in Haputale. Schliesslich mussten wir ja auch noch unseren Muskelkater, der sich als nicht so schlimm (ev. dank stretching) herausstellte. Am letzten Tag machten wir uns dann doch noch zu einer kleinen Wanderung auf. Mit dem Bus ging es bis zum Diyaluma Wasserfall, dem zweithöchsten Sri Lankas (171 m). Nach einem ziemlich steilen einstündigen Aufstieg erreichten wir die Kante des Wasserfalls, wo wir in einem natürlichen Pool ein kühles Bad nahmen. Langsam zogen Regenwolken auf uns so machten wir uns wieder auf den Rückweg. Auf halben Weg began es zu regnen und bald schüttete es wie aus Kübeln. Wir fanden Zuflucht im nahegelegenen Restaurant mit schöner Sicht auf den Wasserfall. Pflotschnass waren wir, trotz Regenschutz. Wir hofften auf ein baldes Ende, denn es begann schon zu dunkeln. Der Serviceboy meinte dann, ob wir ein Taxi für 1'500 Rps nehmen wollen, denn hier fährt wohl kein Bus mehr vorbei. Hm, es ist Freitag Abend, 17.00 Uhr, und kein Bus mehr? Wir waren misstrauisch. Mal sehen! Der Regen entwickelte sich in ein regelrechtes Monsoongewitter und der Rinnsal von einem Wasserfall schwoll zu einem reissenden attraktiven Wasserfall an. Sogar die Restaurantbetreiber griffen zu ihrer Fotokamera. Das Wetter besserte sich ein bisschen und so stellten wir uns an den Eingang des Restaurants um ja keinen Bus zu verpassen. Und siehe da, 3 Minuten Wartezeit und ein Bus hielt an! Glückskinder! |
|
|
|
| 24.-28.04. |
|
Unawatuna - menschenleere Touristenmetropole
Ui, eine lange und anstrengende Busfahrt stand uns bevor. Um sicher zu gehen, dass wir auch wirklich einen Sitzplatz für die ca. 6 stündige Fahrt haben, fuhren wir zuerst nach Bandarawela, wo der Bus startete und noch nicht so viele Menschen an Bord sein sollten. Nach etwas längerer Suche und Herumfragerei fanden wir dann endlich auch den Bus und siehe da, wir kriegten zwei Sitze gleich hinter dem Chauffeur. Juhuiii! Nun können so viele Leute hinzusteigen wie sie wollen, wir haben unsere Sitze. Hi, hi, hi! Zu früh gefreut … Ich sagte noch zu Andy, hoffentlich steigt kein Mönch hinzu, denn für die sind die ersten Sitzreihen reserviert und jeder, absolut jeder (auch ältere Leute und schwangere Frauen) mussen aufstehen und platz machen. Ja, ihr eratet es, gleich beim ersten Halt stieg doch tatsächlich ein Mönch ein! *kreisch* und ich musste aufstehen, da die Mönche keine Frauen berühren sollten und beim nebeneinander sitzen würden wir uns ja sicher berühren. Supertoll! Also, ich musste die ganze Fahrt stehen oder konnte wenigstens teilweise auf der unbeqümen Haube neben dem Chauffeur platz nehmen, denn der Mönch, wie könnte es anders sein, fuhr bis zur Endstation, wie wir! *nocheinmalkreisch*
Unawatuna - unsere letzte Station
Nunja, ich überlebte die Fahrt in dem völlig überfüllten Bus und nach zweimaligem Umsteigen und sieben erschöpfenden Stunden erreichten wir endlich Unawatuna im Süden des Landes, östlich von Galle. Unawatuna ist ein grosser Touristenort an einer schönen Meeresbucht. Naja, der Strand ist nicht so wunderschön wie Mirissa, da leider der Sand langsam schwindet und der Strand nun nur noch ein paar Meter breit ist, bevor dann die Hotelanlagen und Restaurants daran grenzen. Wir stiegen im günstigen Rock House (Rps 400) ab, wo wir ein grosszügiges Zimmer mit Bad und eine grossen Terrasse "bewohnten". Augrund des Saisonendes (der Monsoon rückt näher) war Unawatuna praktisch menschenleer. Wir lernten einen Holländer kennen, mit dem Andy endlich etwas Schach spielen konnte. Ich bin eine ziemliche Pfeife in Sachen Schach und deshalb auch nicht wirklich ein guter Gegner für Andy. An einem Nachmittag unternahmen wir einen Ausflug zur geschichtsträchtigen (Kolonialzeiten) nahegelegenen Stadt Galle. Ansonsten lagen wir einfach nur faul herum und lasen ein gutes Buch. |
|
|
|
| 28.-29.04. |
|
Colombo - unser dritter Besuch
Mit dem Minibus ging es nach Colombo, wo wir eine Internetsession hinlegten (ganzen Nachmittag), Junkfood einnahmen und unser Taxi zum Flughafen organisierten. Ansonsten gibt es von der Hauptstadt nichts interessantes mehr zu berichten. 6 Wochen Sri Lanka - Rückblick: Sri Lanka bietet auf so kleiner Fläche so vieles - alte Kultur, wunderschöne Natur und Strände und normalerweise nette, zurückhaltende Leute. Wir hatten einfach Pech, dass wir ein paar schlechte Menschen trafen, die uns übers Ohr hauen wollten. Dies zerrte an den Nerven. Schade eigentlich!
|
|
|
|
|
|
|
Links
-
Reisebücher bei Amazon.de
Mit dem Reiseführer von Lonely-Planet (Englisch!) sind wir jeweils gut gefahren. Wenn du auf das Bild klickst kommst du direkt auf die Bestellseite von Amazon.de. Weil das Buch aus Deutschland geliefert wird, kriegst du es sogar 20 bis 30 % günstiger als in der Schweiz (Bücherkartell) und erst noch Gratislieferung!
Kuriositäten in Sri Lanka
Eminem T-Shirts
Mindestens jeder zweite männliche Teenager trug ein Eminem T-Shirt. Wirklich unglaublich, wie sehr Eminem in Sri Lanka verehrt wird. Auch ich mag die Musik und vorallem auch seinen Film "8 Mile". Nur schade, dass man seine Musik nirgends hören konnte … naja, und so gut sieht er nun auch wieder nicht aus, dass man sein T-Shirt nur wegen seinem Gesicht trägt, oder?
Chat zwischen Buschauffeuren
Die Busfahrer hatten es immer eilig und standen dementsprechend auch hart auf dem Gaspedal. Doch wenn man auf den weniger befahrenen Strassen so alle Stunden mal einem Bus begegnete, hatte man immer Zeit um anzuhalten und kurz miteinander Neuigkeiten auszutauschen. Wegen dem dünnen Verkehr - in Sri Lankas gibt es wenige Privatautos - war dies auch kein Sicherheitsproblem.
Spende vor der Taxi-/Busfahrt
Damit einem die verschiedenen Götter auf der Taxi- oder Busfahrt auch wirklich gut gesinnt sind, hält man beim Beginn von langen Reisen vor einem Tempel an und der Fahrer oder Ticketverkäufer spenden Geld und sprechen ein kurzes Gebet. Uff, es hatte tatsächlich geholfen … zwar dachte ich ein paar Mal, dass meine letzte Stunde geschlagen hatte, doch schlussendlich erreichten wir immer heil unser Ziel.
Flagge
Sri Lanka in Kürze
FLÄCHE: 65.610 qkm.
BEVÖLKERUNGSZAHL: 20.482.000 (2004).
BEVÖLKERUNGSDICHTE: 312 pro qkm.
HAUPTSTADT: Sri Jayewardenepura (Regierungssitz). Einwohner: 120.800(2004). Colombo (De-facto-Hauptstadt). Einwohner: 669.700(2004).
GEOGRAPHIE: Die Insel Sri Lanka liegt vor der Küste des indischen Bundesstaates Tamil Nadu. Sie wird von Indien durch den Indischen Ozean getrennt, in dem die Inselkette Adam’s Bridge liegt. Die Landschaft Sri Lankas ist ungewöhnlich, mit tiefliegenden Küstenebenen, die sich von der Nord- und Westküste ins Landesinnere erstrecken. Die mittleren und südlichen Gebiete steigen zu Hügeln und Bergen an. Die höchste Erhebung ist der Pidurutalagala (2524 m).
STAATSFORM: Sozialistische Präsidialrepublik (im Commonwealth) seit 1978. Verfassung von 1978, letzte Änderung 1987. Einkammerparlament (Nationalversammlung) mit 225 Abgeordneten. Staats- und Regierungschef: Chandrika Bandaranaike Kumaratunga, seit 1994. Ministerpräsident: Mahinda Rajapakse, seit 2004. Unabhängig seit 1948 (ehemalige britische Kolonie).
SPRACHE: Amtssprache ist Singhalesisch (Sinhala) ( 74 %) und die Landessprache ist Tamilisch (18 %). Englisch ist Handels- und Bildungssprache (10 %). Malaiisch wird ebenfalls gesprochen.
RELIGION: Buddhismus (70 %); Hindus (15%), christliche (8 %) und muslimische (7 %) Minderheiten.
ORTSZEIT: MEZ + 5 (UTC + 6).
|